Syrien und die bezahlten Demonstranten, oder hat Assad nichts mehr im Griff??

Nun wie die meisten wissen bin ich gar keine Freundin von Verschwörungstheorien, aber das was man gerade über Assad (http://de.wikipedia.org/wiki/Baschar_al-Assad) munkelt hat sich nun doch als Wahrheit rausgestellt.                                                                                                                               Anscheinend hat er tatsächlich den Bauern die an der Grenze zu Israel leben jeder Familie 1000 US Dollar gegeben, damit ihre Söhne (und Töchter) an diesem Tag die Grenze “überrennen”! Sollte jemand nachweislich durch Israelische Soldaten verletzt werden bekäme die Familie nochmals 10.000 US Dollar, bei tot sogar 25.000 US Dollar! Ich dachte wirklich an Gerede und Verschwörungstheorien, aber ein paar Politiker der Syrischen Regierung (die Anonym bleiben wollen oder müssen) gaben dies zu. Da in Syrien seit Jahren Bürgerkrieg (http://www.hagalil.com/archiv/2011/06/07/syrien-8/) herrscht und man schon länger darüber redet das Assad die Kontrolle über sein Land verliert, ist es doch recht interessant das genau in dieser Zeit er zu solchen Mitteln greift.

Hier einer der Artikel darüber:

Syrien fördert Blutbad an Israels Grenze, um die Welt von seinem abzulenken

Dienstag, 7. Juni 2011 | Nettanell

Syrien fördert Blutbad an Israels Grenze, um die Welt von seinem abzulenken

Die blutigen Zusammenstöße zwischen den israelischen Sicherheitskräften und den Palästinensern auf den Golanhöhen machen Israels Regierung ernsthafte Sorgen. Am letzten Sonntag sind laut verschiedenen Angaben 13 Palästinenser und Syrer ums Leben gekommen als diese den israelischen Grenzzaun stürmten und nach Israel eindringen wollten. 350 Menschen sind dabei verletzt worden. Im israelischen Rundfunk debattierten Minister, ob solche Angriffe mit noch größeren Ausmaßen an den israelischen Grenzen überhaupt zu stoppen sind? „Was passiert oder wie können wir uns vorbereiten, wenn tausende, zehntausende oder hunderttausende palästinensische Zivilsten Israels Grenzen im Norden, Osten und Süden stürmen“, fragte Fuad Ben Elieser im Rundfunk und gab sich selbst die Antwort: „Das ist nicht möglich!“ Israel wird in diesem Fall nicht in der Lage sein, solch eine Welle zu bremsen, ohne von der gesamten Welt für ein Blutbad angeklagt zu werden. Die jüngsten Aufstände in der arabischen Welt haben den Palästinensern die Augen geöffnet. Der Judenstaat ist demnach bei großen Menschenmassen von Zivilisten ebenso hilflos, wie Tunesien, Ägypten, Jemen und nun auch Libyen und Syrien. Im Gegensatz zu Syrien und Libyen nehmen die israelischen Soldaten viel mehr Rücksicht auf ihre Feinde, als Syrien beispielsweise auf seine eigenen Staatsbürger. Allein bei den Demonstrationen am Tag zuvor in Syrien sind laut syrischer Menschenrechtsgruppen in Hama mehr als 90 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte wurden dabei verletzt. Die syrische Opposition kooperiert seit den letzten Wochen mit Israel und meldete über den israelischen Rundfunk, dass der syrische Staatschef Baschar el Assad Palästinenser dafür bezahle, den israelischen Grenzzaun zu stürmen. Damit gewinnt er Ablenkung von seinem eigenen Massaker. 1000 US-Dollar für jeden, der an den Protesten gegen Israel teilnimmt, und die Familie der umgekommen Palästinensern erhält einen Bonus von der Regierung in Höhe von 10.000 US-Dollar. Dies meldete das israelische Radio Reschet Beit.

Ablenkungsmanöver

Aus der fremdem Feder von Lila (Letters from Rungholt):

Die syrische Regierung massakriert ihre eigenen Bürger, sofern sie zur Opposition gehören. Wer aber Assad-treuer Palästinenser in Syrien ist, kann sich Geld nebenher verdienen: sich nämlich zur (angekündigten) „spontanen“ Aktion Naksa-Tag melden. Dafür bekommt er $ 1000, eine hübsche Stange Geld in Israel und in Syrien bestimmt noch mehr. (nach Angaben der syrischen Opposition)

Zu Hunderten stürmen diese „Demonstranten“ dann die Grenze, versuchen die Grenzzäune zu durchschneiden und Steine über die Grenze zu werfen. Mitte Mai, am Naqba-Tag, war die IDF vom Ausmaß und dem Schauplatz dieser versuchten Grenzverletzung überrascht und es gelang ganzen Gruppen, nach Israel einzudringen. Diesmal nicht.

Die Armee hatte Gräben ausgehoben und Zäune und Minenfelder erneuert.  Sie warnte Näherkommende auf Arabisch und gab Schüsse in die Luft ab.

Wer sich trotzdem näherte, wurde in die Füße geschossen. Über Stunden hinweg gingen die Versuche weiter, nach Israel einzudringen. Die Syrer geben heute an, daß es 22 Tote gab, die israelische Armee hält diese Zahlen für übertrieben.

Während die Soldaten mit dem Gesicht den Demonstranten zugewandt standen, wurden sie von hinten von der Jugend Majd el Shams` mit Steinen beworfen. (Bilder vom Naksa-Tag hier)

Auch heute früh sind auf dem Hügel an der Grenze immer noch Demonstranten. War  Assads Ablenkungsmanöver erfolgreich? Ich weiß es nicht. Die Demonstrationen in Syrien jedenfalls werden weitergehen, wenn ich die Wut richtig einschätze, die sich dort Luft verschafft. Solange Assad sich in Gefahr fühlt, wird er weiter versuchen, diese Wut auf uns abzulenken.

Es verblüfft mich immer wieder, wenn ich Karten von Syrien sehe, wie riesig das Land ist! Die Golanhöhen, die auf Israel-Karten so bedeutend aussehen, werden hier zu einem Fingernägelchen. Ich kann mir nur zwei Gründe für die syrische Forderung nach Rückgabe denken: 1. die heikle Frage des „arabischen Stolzes“, also eine mentale Rückgängigmachung der Niederlage und 2. der Wunsch nach einem Aussichtspunkt nach Tel Aviv. Daß beides die Syrer drückt, glaube ich gern. Aber im Moment muß ich ehrlich sagen, daß ich froh bin, die Golanhöhen NICHT in syrischen Händen zu wissen. Was in zehn Jahren ist, weiß keiner – einer stabilen, zuverlässigen, nicht-feindlichen syrischen Regierung würden wohl die meisten Israelis die Golanhöhen übergeben, und auch der alte Plan, sie in einen internationalen Park zu verwandeln, in dem Syrer und Israelis gemeinsam Weinproben machen können, könnte eines Tages Wirklichkeit werden, so phantastisch er heute klingt.

Ich verfolge übrigens gerade eine Diskussion im Frühstücksfernsehen (das ich gern gucke, wenn Avri Gilad moderiert, den ich gern höre), und einer meint gerade, das ist keine Aufgabe für die Armee, sondern die Polizei. Ein anderer schlägt vor, daß wir eine Gegen-Demo an die Grenze schicken, von früheren syrischen Bürgern, die nach Syrien zurück wollen. Und einfach mal gucken, was passiert.  Und noch einer meint, wir hätten die Demonstranten ruhig durchlassen können. Das wäre besser gewesen, als wieder mal die starken Kerle zu markieren, die mit Scharfschützen gegen Demonstrationen vorgehen.

Ich weiß es nicht – können wir uns leisten, die Grenze durchlöchern zu lassen? Leider (noch) nicht. Ich würde ja selbst gern über die Grenzen um Israel herum, ich könnte ja zu Fuß in den Libanon wandern und würde das auch gern. Aber es geht eben nicht um friedliche Grenzöffnung, sondern unfriedliche. Und noch ist die Zeit dafür nicht reif. Hoffen wir, daß der sogenannte Arabische Frühling, der seine Blüten schon ziemlich hängenläßt, doch irgendwann mal lebensfähige Früchte trägt, zu denen auch ein Akzeptieren Israels als Nachbar zählt…

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