Deutsche Lyrik! Aus der fremden Feder!
05 Apr 2012 Hinterlasse einen Kommentar
in Über mich und mein Leben., Gaza, IDF, Israel
Hallo meine lieben,
natürlich habe auch ich mich über das “Gedicht” von Günther Grass aufgeregt. Aber heute möchte ich euch einen Artikel von einer fremden Feder vorstellen, der wirklich alles so wiedergibt wie ich denke:
(Hab das Gedicht selbst rausgenommen – ist zu lang und am Ende krieg ich noch ne Klage wegen Textklau
)
Da sind sie reinlich beieinander, in bemüht “gedankenvoller” Form – auch mein Literaturstudium erklärt mir nicht, warum er das nicht einfach in Prosa niederschreiben konnte. Sollte wohl dichter, anspielungsreicher, raunender und apodiktischer daherkommen in dieser Form. Irgendeinen Rhythmus erkenne ich nicht. Na gut. So konnte er´s im Feuilleton unterbringen.
Fas alle Topoi des linken Israelhassers Israelkritikers sind versammelt. Der ehrliche Freund, der nicht mehr still bleiben kann, und schweren Herzens das Schweigen bricht. Die reinste Katharsis. Nur Sennestee wirkt noch erleichternder.
Dazu gehört natürlich auch die Klage, daß “wiederum und rein geschäftsmäßig” die Israelis den Deutschen den Holocaust unter die Nase halten, um daraus finanzielle Vorteile zu schlagen.
Israel, nicht Iran, gefährdet den Weltfrieden. Dieser Wahn wird ja von einer erstaunlich großen Zahl Deutscher geteilt. Israel ist gewissermaßen der Herr Tur-Tur der Weltpolitik – je weiter man weg ist, desto größer und bedrohlicher sieht Israel aus. Huh, die Faszination des Grusels.
Israelische Atomanlagen müssen kontrolliert werden. Mit dieser Forderung schwimmt Grass natürlich im deutschen Mainstream. Ach, muß es da schön warm und angenehm sein!
Noch einmal für alle, die es nie kapiert haben, obwohl es sonnenklar ist: einer der Gründe, weshalb Israel sich nie zu seinem atomaren Potential bekannt hat, ist die fragile Lage im Nahen Osten. Nur aufgrund dieser Unklarheit war es Ägypten und Jordanien überhaupt möglich, einen brüchtigen kühlen Frieden mit Israel zu schließen. Unter anderem, weil Israel darauf verzichtet hat, unverschleiert als Atommacht aufzutreten und andere konkret zu bedrohen, ist es nicht zu einem atomaren Wettrüsten im Nahen Osten gekommen. Ist das wirklich so schwer zu verstehen?
Israel übt sich die ganzen Jahrzehnte über in einem Eiertanz, den kein anderes Land leisten mußte: einerseits die Hand zum Frieden ausstrecken (wie es schon in der Unabhängigkeitserklärung steht), denn ohne Frieden kann das kleine, von Feinden umgebene, rohstoffarme und vom Wesen her zivile Land nicht überleben – und andererseits den Feinden ringsherum genügend Respekt einflößen, um den einen Schlag, der Israel vernichten würde, zu verhindern.
Ich kann nicht glauben, daß niemand das versteht. Ist Grass wirklich so dumm? Fällt es nur mir auf, wie Rabin gesagt hat: “wir arbeiten am Frieden, als gäbe es keinen Terror, und bekämpfen den Terror, als gäbe es keinen Friedensprozeß”? Daß Netanyahu droht und Peres für Frieden wirbt, unisono? Daß Israel gleichzeitig gezielte Schläge gegen Terroristen im Gazastreifen führt UND den Gazastreifen mit Waren versorgt?
Die doppelte Aufgabe Israels, gleichzeitig abzuschrecken und Vertrauen aufzubauen, ist ungeheuer diffizil, und sie gelingt nur selten. Allzuoft werden entweder so große Zugeständnisse gemacht, daß die andere Seite vor Triumph überschnappt (Terrorwellen erfolgten immer schon gern nach weitreichenden Zugeständnissen Israels, check the timeline), oder es wird auf Seiten der Abschreckung zu einer Rhetorik oder Taten gegriffen, die jede Annäherung fast unmöglich machen. Es ist eben wirklich und tatsächlich verdammt schwierig auf diesem Hochseil. Homöostasis gibt es nicht.
Ein bißchen dramatisieren muß Grass natürlich auch. Es ist nicht Israel, das den Iranern die Auslöschung androht – Israel überlegt nur laut, ob es nicht die Atomanlagen zerstören soll. Von einer Vernichtung des iranischen Volks ist keine Rede und war nie die Rede, das ist Grass´sches Drama. Die iranische Regierung dagegen behauptet zwar, gegen das jüdische Volk nichts zu haben, jedoch den Staat Israel würde es gern vernichten. Und das hat sie oft genug in wechselnden Formulierungen deutlich ausgesprochen. Hingegen hat auch Netanyahu nie gedroht, das iranische Volk auszulöschen. Israel hat überhaupt nichts gegen den Iran und das iranische Volk. Eine Vernichtung des gesamten Iran ginge auch nur per Abwurf mehrer Atombomben, denn Iran ist groß. Im Gegensatz zu Israel. Bei uns würde eine Bombe reichen, und wir wären weg. Was die iranische Regierung genau weiß. Grass anscheinend nicht.
Grass wird natürlich viel Applaus einheimsen. Ach, endlich mal einer, der offen sagt, was Martin Walser, Hecht-Galinski, Felicia Langer, all die anderen nie, nie, nie sagen würden! Endlich mal einer, der dem dröhnenden Chor der Netanyahu-und-Liebermann-Fanmeile ein Kontra entgegensetzt! Es hat ja nie eine einstimmige Verdammung Israel im Bundestag gegeben, Norbert Blüm und Ströbele haben nie ein Wörtchen gegen Israel verlauten lassen, es gibt ja nur eine Einheitsmeinung zu Israel, und Grass, in Heldenpose, ist der erste, der heldenhaft den Konsens bricht.
Auch er kennt Antisemitismus selbstverständlich nur als Keule. Daß es eine starke antijüdische, gemeinhin “antisemitisch” genannte Unterfütterung der westlichen, auch der deutschen Kultur gibt, die naturgemäß den Betroffenen wesentlich deutlicher ins Auge springt als den Nichtjuden, das glaubt er nicht. Antijüdische Motive aufzudecken – das kann nur Ablenkungsmanöver, Manipulation und Maulkorb sein, es kann nicht berechtigt sein. Als hätten die Juden den Judenhaß erfunden, um den Judenhassern den Mund zu verbieten.
Ach Gott, der alte Mann. Er hat den Nobelpreis gekriegt und Amos Oz nicht, ja Wahnsinn. Und dann noch diese Gedichtform. Wieso hat er die Zeilen nicht wie bei Hölderlin angeordnet? So wäre seine Ode NOCH bedeutungsvoller erschienen.
Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern,
mehr noch, allen Menschen, die in dieser
vom Wahn okkupierten Region
dicht bei dicht verfeindet leben
und letztlich auch uns zu helfen.
NUR so und nicht anders. Grass weiß, was am besten für uns ist. NUR so.
Immerhin. In Zukunft können Israelkritiker einfach aus diesem Gedicht zitieren. So wird Grass doch noch Volksgut.
Unfassbar!!! Der feige Attentäter von Toulouse wird schon als Märtyrer gefeiert!
31 Mar 2012 Hinterlasse einen Kommentar
in Über mich und mein Leben., Gaza und Westbank (Palästina), Islam, Israel, Jerusalem, Juden
Hallo meine lieben,
gerade eben surfe ich durchs world wide web und was sehe ich und finde ich da? Ein Video das zeigt wie verschleierte Frauen Blumen an das Haus des feigen Attentäters von Toulouse legen wollen. Ich glaube es nicht und surfte ein wenig weiter, wie ich feststellte sind mehrere Fahrgemeinschaften sogar aus Paris gekommen um ihren “Helden” die letzte Ehre zu erweisen! Wow was sagt man zu so viel intoleranz? Was ich nicht verstehe ist ja das es nicht nur drei “JudenKinder” und einen Rabbiner umbrachte, nein er tötete davor ja auch Muslimische Soldaten.
Also so viel ich es verstanden habe, ist auch noch der ein Märtyrer der seine eigenen Kameraden, bzw. Glaubensbrüder umbringt? Na toll!! Dann doch weiter so! Vielleicht schwappt die Welle des Gegenseitigen Hasses dann so weit das in unserem schönen Land die weiße Kacke sich ein Beispiel nimmt und ihrem “Führer” folgt und auch sich gegenseitig ermorden bzw. Selbstmord verübt. Ich meine dann hätte die Sache wenigstens noch etwas gutes! Aber ich denke nicht das es soweit kommen wird. Bei HaOlam.de habe ich noch einen schönen passenden Artikel dazu gefunden.
Was denkt ihr über das alles, vor allem wie kann einer zum Märtyrer werden wenn er seine eigenen Kameraden abschalchtet? Ist die Welt oder der Islam wirklich so verdreht?
Toulouse: `Wir trauern und weinen – aber wir sind stark!´
22 Mar 2012 1 Kommentar
in Über mich und mein Leben., Deutschland, Israel, Juden, Naher Osten
Videobericht von der Beerdigung der Opfer von Toulouse in Jerusalem:
`Wir trauern und weinen – aber wir sind stark!´
Heute wurden in Israels unteilbarer Hau7ptstadt Jerusalem die Opfer des Terroranschlags für die jüdische Schule in Toulouse/Frankreich unter großer Anteilnahme beerdigt. Ein Lehrer, zwei seiner Kinder und ein weiterer Schüler waren am Montag von einem islamistischen Terroristen brutal erschossen worden – die Tochter des Religionslehrers und Rabbiners hatte der Jihadist an den Haaren festgehalten, damit sie nicht fliehen klonnte, bevor er ihr in den Kopf schoss.
Bei der Beerdigung in Jerusalem flossen mehr Tränen als Worte. Der spehardische Oberrabiner Shlomo Amar sagte unter Tränen: “Wir weinen, aber wir sind stark. Wir werden nicht zulassen, das sie uns brechen.” Der ashkenasische Oberrabiner Yona Metzger: “Ich rufe den französischen Außenminister, der hier mit uns ist, alles zu tun, die Sicherheit an Frankreichs Schulen zu gewährleisten.” und: “Das Volk Israel weiß den Zionismus zu schätzen.”
Der Sprecher der Knesset, des israelischen Parlaments, Reuven Rivlin sagte: “Die ganze Nation Israel trauert um die Opfer. Jeder, der Hass sät muss wissen, das Hass sinnlos ist.” Er erinnerte in diesem Zusammenhang an das Massaker an einer jüdischen Familie in Itamar, im israelischen Landesteil Samaria, bei dem arabische Terroristen die Eltern und drei Kinder, darunter einen Säugling, die Kehlen durchschnitten und die Schädel zertrümmerten.
Rabbi Yona Sandler sel.A., wurde in Frankreich geboren und lehrte in Toulouse. Er zog nach Israel, aber im letzten Jahr kehrte mit seiner Frau und seinen Kindern nach Frankreich zurück, um für 2 Jahre als Religionslehrer zu arbeiten.
Anette Herzkowicz, die Großmutter von zwei der drei ermordeten Kinder und Schwiegermutter des ermordeten Rabbis, nahm in New York im französischen Konsulat an einem Gedenkg-ttesdienst in Erinnerung an die Opfer des Terroranschlags teil.
jfa
Videos aus Jerusalem von der heutigen Beerdigung der Opfer des Terroranschlags:
21.03.2012
Pallywood: Mal wieder beim Lügen erwischt!
14 Mar 2012 Hinterlasse einen Kommentar
in Über mich und mein Leben., Gaza, Gaza und Westbank (Palästina), Hamas, Islam, Israel
Mal wieder beim Lügen erwischt: Twitter-Bilder aus dem Gazastreifen zeigen falsche Tatsachen Zwei Bilder, die im Verlauf der erneuten Eskalation im Süden Israels bei Twitter kursierten, entsprechen nicht der Wahrheit. Die beiden Fotos wurden mehrere hundert Mal retweetet.Das eine Bild zeigt ein palästinensisches Mädchen, das blutverschmiert in den Armen seines Vaters liegt. Khulood Badawi, der später als Informations- und Medienkoordinator des UN-Büros für die Koordinierung Humanitärer Angelegenheiten identifiziert wurde, twitterte das Foto am 10. März mit folgendem Text: “Palestine is bleeding … another father killed by #Israel … another father carrying his child to a grave in #Gaza” Dieser Tweet wurde alleine 300 Mal retweetet. Der Twitterer Avi Mayer erkannte das Bild als Reuters-Foto von 2006, auf dem ein Mädchen gezeigt wird, das bei einem Unfall ums Leben gekommen war. Auch die palästinensische Aktivistin und Filmemacherin Diana Alzeer hatte das Bild getweetet, entschuldigte sich aber später dafür. Das Foto des Mädchens war 2006 auch schon mit falschem Titel veröffentlicht. Damals korrigierte Reuters diesen Fehler einen Tag später:. A Palestinian man carries the body of three year-old Raja Abu Shaban, in Gaza August 9, 2006. The three-year-old girl who had been reported killed by an Israeli air strike in Gaza on Wednesday actually died of an accident, Palestinian medical workers said on Thursday. Workers at Gaza’s Shifa hospital said on August 10, 2006 that the initial mistake over the cause of death appeared to have arisen because the girl’s corpse was brought in at the same time as the bodies of the gunmen. REUTERS/Mohammed Salem (PALESTINIAN TERRITORIES) Ein anderes Bild, das von Maissam Nablussi und Gaza Youth Breaks Out einen Tag später getweetet wurde, zeigte eine Explosion in Gaza mit dem Titel „Gaza Under Attack Today“. Doch auch dieses Bild, ebenfalls von der Agentur Reuters, war nicht aktuell, sondern wurde bereits 2009 während der „Operation Gegossenes Blei“ aufgenommen. Times of Israel/ Israelische Verteidigungsstreitkräfte / Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin Bilddokumentation Screenshot von Facebook: … und da ist das gleiche Mädchen schon einmal:
Bilddokumentation
Screenshot von Facebook:

… und da ist das gleiche Mädchen schon einmal:

Screenshot von Facebook:

14.03.2012
*von HaOlam.de
Das Massaker an der Familie Fogel jährt sich zum ersten mal
28 Feb 2012 Hinterlasse einen Kommentar
in Gaza und Westbank (Palästina), IDF, Islam, Israel, Israel Defense Forces, Juden
ich wollte aus diesem wirklich traurigen Anlass dieses Video posten. Ich kann nur hoffen das wir aus der abscheulichkeit dieses feigen Verbrechens unsere Lehren ziehen. Nach einem Jahr frage ich mich immer noch was das nur für Menschen sein können die soetwas kaltblütiges tun, man kann nur von Glück sprechen das die anderen drei Kinder nicht zuhause waren. Der damalige erste Soldat der das Haus betrat ist seit Jahren ein guter Freund von mir mit dem ich in Verbindung stehe, er gehört einer Sanitätseinheit an, er war damals gerade erst 19 Jahre alt. Persönlich denke ich das Edi nie mehr die furchtbaren Bilder vergessen kann. Und auch wir nicht.
Israel- so viel in so kurzer Zeit!
08 Feb 2012 2 Kommentare
in Über mich und mein Leben., Israel, Jerusalem, Juden
Hallo meine lieben,
immer wenn ich in unserer Heimat bin, bin ich erneut Sprachlos. Wow!!! Dieses Jahr wird Israel 64 Jahre alt, nur 64 Jahre!! Und was sehen wir wenn wir daheim sind? Moderne Häuser, große Firmen, Straßen etc… Immer wieder muß ich leider lesen das es immer noch Menschen gibt, die denken das Israel ein Entwicklungsland ist, wir Wasser aus den Brunnen holen und es keine Autos gibt sondern wir auf Kamelen reiten und Eselskarren benutzen. Oft denke ich an Bilder der ersten Neueinwanderer die hart arbeiteten und in nur wenigen Jahren aus der Wüste ein komplett modernes Land schufen und das meist ohne moderne Maschinen mit ihren bloßen Händen! Immer wenn ich daran denke was die Menschen in Israel in so kurzer Zeit erbaut haben, bin ich sehr stolz ein kleiner Teil von unserem kleinen Volk zu sein. Und auch wenn ich in Deutschland lebe, so ist (so fühle ich) meine Heimat Israel. Nun fand ich dazu erst vor zwei Tagen einen Artikel in HaOlam.de der genau das gleiche schilderte.
Die meisten von euch werden verstehen was ich meine. Ich fand noch einige Videos zu dem Thema die ich euch nicht vorenthalten will.
Pallywood-Lügenindustrie: Gefälschtes Foto verbreitet sich wie ein Virus – Soldat tritt auf Mädchen
03 Feb 2012 1 Kommentar
in Über mich und mein Leben., Gaza, Gaza und Westbank (Palästina), Hisbollah, IDF, Islam, Israel, Israel Defense Forces, Juden
Palywood-Lügenindustrie:
Gefälschtes Foto verbreitet sich wie ein Virus – Soldat tritt auf Mädchen

Elder of Ziyon, 1. Februar 2012
Die hebräische Ausgabe von YNet merkt an, dass Facebook und andere soziale Medien mit Kopien dieses Bildes überschwemmt werden, oft mit einer Bildbeschreibung, die behauptet, es sei ein israelischer Soldat, der auf ein palästinensisch-arabisches Mädchen tritt (siehe nebenstehendes Bild).
YNet verfolgte es bis zu einem Twitter-Bild aus dem Juni zurück, dessen Beschreibung aber schließen lässt, dass sich dies in Syrien abspielte.
Im Internet kursieren tausende Kopien davon.
Die israelische Internetseite Tazpit nahm es im Juni zur Kenntnis und führte ein wenig Grundlagenrecherche durch:
Der Soldat in dem Foto scheint eine Kalaschnikow AK-47 in der Hand zu halten, die von der israelischen Armee nicht benutzt, aber oft von der palästinensischen Polizei und Terrororganisationen verwendet wird. Es ist bekannt, dass die IDF M16- und M4-Gewehre einsetzt. Außerdem sehen ihre Uniformen anders aus als die, die in dem Foto erscheint.
Die israelische Regierungs-Werbeagentur erklärte heute gegenüber „Tazpit“: „Das Foto ist vom IDF-Sprecher überprüft worden und nach einer Ermittlung scheint es so, dass es nicht authentisch und der Soldat kein Israeli ist. Unglücklicherweise ist der Einsatz solcher Fotos eine bekannte Methode für Versuche Israels Image im Internet zu schaden und Teil des Informationskriegs der sozialen Medien.“
Ich glaube nicht, dass es aus Syrien stammt. Es sieht komplett inszeniert aus. Es könnte sich sogar um Straßentheater handeln.
Daled Amos diskutierte das Foto schon letztes Jahr.
UPDATE: Eine lustige Veräppelung:

Das Wortspiel (der Satz oben im Bild) ist leider nicht ohne langwierige Erklärungen zu übersetzen.
UPDATE 2: Tweeterin Michal fand die Originale – und wie ich vermutete wurde das als Straßentheater aufgeführt, anscheinend in Bahrain im Dezember 2009 während Festlichkeiten zum Feiertag des 9. Muharram:


von HaOlam.de
aus dem Hebräischen Übersetzt von Heplev
Neues aus Hamastan: Umstrittener Umbau des Strands von Gaza
21 Jan 2012 Hinterlasse einen Kommentar
in Über mich und mein Leben., Gaza, Gaza und Westbank (Palästina), Israel
Neues aus Hamastan:
Umstrittener Umbau des Strands von Gaza

Boulevard, Strandpromenadenstraße, Begrünung werden arme Einwohner verdrängen und Antiquitäten gefährden, sagen Kritiker
Omar Ghraieb / The Media Line, Jerusalem Post, 12. Januar 2012
Gaza Stadt, Gazastreifen – Jahre lang war es ein staubiges, oft vermülltes Asphaltband, das sich entlang der ansonsten schönen Mittelmeerküste von Gaza Stadt entlang wand. Heute ist es Baugebiet, auf dem schweres Gerät Sand positioniert, Tunnel gräbt und Rohre verlegt.
Wenn aber die Pläne termingerecht erfüllt werden, dann wird die Al-Rashid-Straße, allgemein als Beach Road (Strandstraße) bekannt, in eine malerische Strandpromenadenstraße verwandelt werden und zwar auf eine Art und Weise, die das Aufeinandertreffen von Land und Meer an Orten wie Beirut, Alexandria oder Nizza zu Touristenattraktionen und einen Treffpunt für die Einwohner machte.
Diese Aussicht hat jedermann ein Lächeln gebracht, von Strandgängern bis zu Landbesitzern, die sich darauf freuen den Wert ihres Grundbesitzes steigen zu sehen. Doch nicht alle sind glücklich. Viele sind von der Bautätigkeit verdrängt worden und beschweren sich, dass sie nicht angemessen entschädigt wurden. Archäologen sagen, die Bauerei bedrohe indirekt Gazas unersetzliches Erbe.
Die Tatsache, dass die Behörden ein Projekt wie die Strandpromenadenstraße überhaupt in Erwägung ziehen können, sagt eine Menge darüber, wie sehr der Gazastreifen sich wirtschaftlich in den letzten drei Jahren erholt hat. Verbleibende israelische Handelssanktionen schließen Baumaterial wie Zement ein, doch dank groß angelegten Schmuggels durch Tunnel unter der Grenze mit Ägypten kann die Regierung des Gazastreifens mit betonlastigen Projekten wie der Strandpromenade fortfahren.
Die Vereinten Nationen schätzen, dass allein im September 90.000t Zement durch die Tunnel kamen, fast zehnmal so viel wie über die israelische Grenze.
Sami Abu Hamdah, einer der Aufseher des Projekts, spricht enthusiastisch über die Strandpromenade und die sie umgebende Infrastruktur, die auf einer Länge von zwei Kilometern eine Schneise von etwa 40 Metern schlagen wird; ebenso redet er von Plänen, sie in der nächsten Phase weiter in die Stadt auszudehnen.
Der schmale Asphaltstreifen wird in einen breiten Boulevard erweitert, was hilft die Verkehrsbelastung zu verringern. Gehwege auf beiden Seiten der Straße werden erweitert werden und eine Promenade von 11 Metern Breite wird den ganzen Strand entlang verlaufen. Für Besucher werden Parkplätze wie auch eine Reihe Tunnel gebaut, die die Strandbesucher abseits des Lärms und der Autos auf der Straße an den Strand gehen lassen werden.
Mugani sagt, dass Verhandlungen mit der Stromgesellschaft im Gang sind, damit die Leitungen in die Erde verlegt werden, die jetzt die Sicht auf das Mittelmeer behindern. Bäume, Strauchwerk – versorgt durch ein automatisiertes Bewässerungssystem – werden ihren Platz einnehmen. Derweil verlängert die CMWU (Coastal Municipalities Water Utility, die Wasserversorgungsorganisation) die Wasser- und Abwasserrohre in einem $20 Millionen teuren Projekt, das von der Deutschen Entwicklungsbank finanziert wird.
Ist diese Phase erledigt, sagt Mugani, haben die Offiziellen ambitionierte Pläne, um große Teile der Stadtseite der Beach Road in Parks und Gärten zu verwandeln, die Tourismusprojekte im Gazastreifen anregen.
Doch die Verbreiterung der Straße und das Hinzufügen neuer Attraktionen hat einen Preis und Abu Mahmud Al-Ara’ir ist einer der Menschen, die ihn zahlen.
Vor mehr als einem Jahrzehnt besetzte er ein kleines Strandgrundstück, baute ein kleines Haus aus einfachen Materialien und zäunte den Bereich mit Plastik- und Holzstücken ein. Der Zaun ist verschwunden, da Abu Mahmud einen strategischen Rückzug unternimmt, angesichts von Warnungen der Stadt, er solle sein gesamtes Eigentum aufgeben.
„Immerhin gehört mir das Land nicht und die Kommune muss mich entsprechend dem Gesetz nicht einmal entschädigen“, sagte er The Media Line. „Aber die Tatsache, dass ich hier die letzten 11 Jahre über gewohnt habe, macht mich zu Besitzer, denke ich, selbst wenn ich keine Eigentumsurkunde vorweisen kann und für das Grundstück nichts bezahlt habe.“
Nicht alle Einwohner der Gegend nehmen ihren Verlust mit solchem Gleichmut auf. Die Küste wäre normalerweise begehrenswerter Grundbesitz, aber viele der hier Lebenden sind arm. Viele der von The Media Line Interviewten gaben der Ansicht Ausdruck, dass sie Besitzrechte hätten, um sich neue Häuser dort zu bauen. „Haben wir nicht das Recht anzunehmen oder abzulehnen oder gar den Ort oder die Entschädigung zu wählen? Warum können die uns nicht einfach in Ruhe lassen und dieses Projekt irgendwo anders durchführen?“, fragt einer.
Gazas Kommunalregierung hat dafür kein Verständnis. In einer als Antwort auf die Beschwerden wütender Küstenbewohner veröffentlichten Erklärung heißt es: „Neunzig Prozent der ‚Besitzer‘ gehört ihr Land gar nicht. Im Verlauf der letzten zehn Jahre nahmen sie es und bauten einfache Häuser darauf. Die Regierungen ließen sie dort, weil sie keinen anderen Ort zum Leben hatten und das Land nicht gebraucht wurde. Wir sind also nicht verpflichtet ihnen Entschädigungen anzubieten.“
Die Behörden sagten, dass jegliche Entschädigung, ob Bargeld oder Land im Flüchtlingslager am Strand, von ihrer Seite voll und ganz freiwillig ist. Pal-Tel Development, das den $3,5 Millionen-Auftrag zum Bau der Strandpromenade gewann, sagte, es liege in der Verantwortung der Stadt, mit den Einwohnern klarzukommen.
Als ob diese Fehden nicht genug wären, hat sich das Tourismus- und Antiquitäten-Ministerium der Hamas in Gaza gegen den Plan ausgesprochen verdrängten Einwohnern Land im Strandlager zu geben. Man sagt, dort gäbe es archäologische Reste eines antiken Hanfes aus der Römerzeit. „Dieses Land ist Ort sehr wichtiger archäologischer Stätten. Dort wurden von 1995 bis 2005 Ausgrabungen der Französischen Antiquitäten- und Ausgrabungsschule vorgenommen“, sagt Hayam Al-Bittar, Chefin des Fachbereichs Museen des Ministeriums. „Wir sollten unser Bestes tun, diese Stätte zu beschützen und sie nicht als Entschädigung für Leute anbieten, die darauf bauen und ihr Erbe und ihre Geschichte nicht zu schätzen wissen.“
Sie hat geschworen beim Kabinett Beschwerde einzulegen und, sollte alles andere fehlschlagen, von ihrem Posten zurückzutreten. „Mit mir nicht“, warnt Hayam. „Wir werden nicht ruhen, bis wir die Sicherheit dieses Ortes sicher stellen.“
Die UNESCO und die Französische Antiquitäten- und Ausgrabungsschule stützen sie, doch eine informelle Umfrage unter Gazanern zur Promenade und ihrem Einfluss stellte wenig Bedenken wegen der Schäden an den archäologischen Überresten fest. Einige geben der Ansicht Ausdruck, dass das in die Promenade investierte Geld besser ausgegeben werden könnte.
Doch genauso viele sagen, die Promenade sei eine gute Investition in das Image Gazas, das durch die israelische Wirtschaftsblockade, regelmäßige Kämpfe und dem, was viele als Missherrschaft der Islamischen Bewegung Hamas bezeichnen, seit diese vor fünf Jahren die Kontrolle übernahm, gelitten hat. Aber für bleibende Grundeigentümer ist die Promenade ein absoluter Segen. „Ich habe gehört, dass einige Leute nicht zufrieden sind und sie tun mir leid“, sagte Hisham Skeik, Eigentümer eines nahe gelegenen Grundstücks gegenüber The Media Line. „Was mich angeht, so wird sich der Preis für mein Land durch die Gaza-Promenade verdoppeln. Ich könnte nicht glücklicher sein.“
Übersetzung: Heplev / Foto: Werbung für ein neues Einkaufscenter in Gaza-Stadt
Von HaOlam.de
Polizei fahndet international nach einem syrischen Staatsangehörigen
30 Dez 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Über mich und mein Leben., Deutschland, Gaza, Gaza und Westbank (Palästina), IDF, Israel, Israel Defense Forces
Mord an Israelin in Göttingen:
Polizei fahndet international nach einem syrischen Staatsangehörigen

Der brutale Mord an einer 26-jährigen, aus Israel stammenden Medizinstudentin in Göttingen (haOlam.de berichtete) scheint ebenso aufegklärt zu sein, wie die Hetzkampagne gegen israelische und jüdische Medien, die über den Mord berichteten, kläglich zusammengebrochen ist.
Wie berichtet, hatten der israelische Fernsehsender Channel 2 und der israelischen Nachrichtensender Arutz Sheva sowie haOlam.de berichtet, das im Zusammenhang mit der Ermordung ein arabischer Staatsbürger dringend tatverdächtig ist. Wohl aus ermittlungstaktischen Gründen widersprach die Göttinger Polizei diesen Meldungen zunächst. Der Schreiber eines Provinzblättchens, der offenbar um die deutsche Ehre seines Städtchens in arger Besorgnis war, nahm dies zum Anlaß, den betreffenden israelischen, bzw. jüdischen Medien üble Absichten zu unterstellen. Es wurde gar orakelt, es hätte “religiöse und rassistische” Motive für die angeblich falsche Berichterstqattung gegeben. Einfach strukturierte Gemüter, die gerne jeden Strohhalm ergreifen um ihre antiisraelischen Triebe auszuleben, nutzen den substanzlosen Angriff, um ihrerseits zum Halali insbesondere auf Arutz Sheva und haOlam.de zu tröten. Ein diätenberechtigter Politikerdarsteller sprach in diesem Zusammenhang gar von “Tiraden”, die Mitarbeiterin eines linksextremistischen, oseudo-jüdischen Blogs aus Süddeutschland versuchte süffisant einzugackern.
Am heutigen 29. Dezember veröffentlichte die Göttinger Polizei eine Presseerklärung mit nachfolgender Beschreibung des flüchtigen Tatverdächtigen:
Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen syrischen Staatsangehörigen.
Weiter heißt es in der Presseerklärung:
Die Ermittlungsbehörden haben zwischenzeitlich gesicherte Erkenntnisse darüber, dass sich der mutmaßliche Mörder schon vor dem Zeitpunkt der Entdeckung der Leiche ins Ausland abgesetzt hat. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Göttingen hat das Amtsgericht Göttingen inzwischen einen Haftbefehl gegen den flüchtigen Studenten erlassen. Die Staatsanwaltschaft fahndet nunmehr international nach ihm.
Mit diesem Erkenntnisstand ist auch der Versuch doppelmoralischer Personen gescheitert, die tragische Ermordung einer jungen Frau skrupellos für ihre Zwecke – der diskreditierung israelischer und pro-israelischer Medien – zu mißbrauchen.
Die Polizei schreibt in ihrer Presseerklärung, sie gehe von einer Beziehungstat aus – ohne diese Vermutung indes zu begründen. Als möglich kann in Betracht gezogen werden, das diese Aussage ebenfalls aus ermittlungstaktischen Gründen gegeben wurde.
*von HaOlam.de
Zehn Gründe, warum wir wissen, dass Iran die Bombe will
14 Nov 2011 1 Kommentar
in Über mich und mein Leben., IDF, Islam, Israel, Israel Defense Forces, Juden, Zahal
Bruno Tertais:
Zehn Gründe, warum wir wissen, dass Iran die Bombe will

Am 8. November veröffentlichte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) einen Bericht, der einer vernichtenden Anklage des iranischen Atomprogramms gleichkommt. Zum ersten Mal beschrieb die Behörde in außergewöhnlich detaillierter Weise (in einem 14-seitigen Anhang zum Hauptbericht) sämtliche ihr bekannten Aktivitäten, die Teheran zur Entwicklung einer Nuklearwaffe durchgeführt hat. Nach Angaben der IAEA stammen diese Informationen sowohl von ihren eigenen Untersuchungen als auch von Geheimdiensten von mehr als zehn ihrer Mitgliedsstaaten (welche sie wiederum durch eigene Mittel überprüft hat). Es ist insbesondere erwähnenswert, dass einige dieser Aktivitäten vor sehr kurzer Zeit durchgeführt wurden: Das bedeutet, dass, wie viele Experten vermutet haben, diese Aktivitäten nur vorübergehend „angehalten“ worden waren (diesen Ausdruck hatte der Nationale Geheimdienstbericht der USA aus dem Jahr 2007 verwendet). Die Summe all dieser Aktivitäten zum Zweck der Waffenherstellung ist an sich bereits ein handfester Beweis – falls ein solcher noch benötigt wurde – für den Willen Irans, die Fähigkeit zu erlangen, eine Atombombe zu bauen. Darüber hinaus wird diese Schlussfolgerung jedoch von vielen weiteren Aspekten gestützt.
Woher wissen wir, dass Iran die Atombombe will? Es gibt keinen einzelnen schlagenden Beweis (das ist in der Abwesenheit eines Atomtests auch nicht möglich), jedoch eine Vielzahl von Hinweisen. Die meisten davon stammen von der IAEA. Zusammengenommen lassen sie nur eine Schlussfolgerung zu: Iran strebt zumindest die Option einer Atombombe an – und höchstwahrscheinlich die Bombe selbst.
1. Iran versucht, seine nuklearen Aktivitäten und Anlagen vor der IAEA zu verbergen
In 2003 wurde das Ausmaß der iranischen Aktivitäten publik. Iran hatte den Bau einer Anreicherungsanlage bei Natans sowie eines Recherche-Reaktors in Arak geheim gehalten, ebenso wie die Herstellung von Zentrifugen, die Existenz eines Laser-Anreicherung-Programms und mehrere sensible Experimente. [1] Anschließend hielt Iran die IAEA davon ab, eine komplette Inspektion der Lavisan-Shian- und Parchin-Anlagen vorzunehmen, welche im Verdacht standen, für nukleare Aktivitäten genutzt zu werden. (Was, wie inzwischen bekannt ist, tatsächlich der Fall war.) Später versäumte es Iran, im Voraus den Bau der Fordo-Anreicherungsanlage zu deklarieren.
2. Die sensibelsten Aktivitäten werden vom Verteidigungsministerium kontrolliert
Während das iranische Nuklearprogramm offiziell unter der Kontrolle der iranischen Atomenergie-Organisation steht, hat die IAEA festgestellt, dass viele der geheimen Aktivitäten mit Verbindung zum Nuklearprogramm unter Aufsicht des Verteidigungsministeriums stattgefunden haben. [2] In ihrem jüngsten Bericht beschreibt die IAEA sehr präzise die „strukturierte Organisation“, die Teheran zu diesem Zweck errichtet hat. Bis 2003 lief sie als komplett paralleles Programm. Seitdem wurden die Aktivitäten aufgefächert, wohl, um mehr Diskretion zu erreichen. [3]
3. Irans Anreicherungsprogramm entbehrt jeder wirtschaftlichen Logik
Irans Gasreserven würden ausreichen, um das Land in seiner Energieversorgung für mehrere Jahrzehnte autonom zu machen. Teherans Investition in ein teures Anreicherungsprogramm, angeblich um Brennstoff für Atomkraftwerke herzustellen, entbehrt jeder wirtschaftlichen Logik
Das Potential der Natans-Anlage ist begrenzt: Bei ihrer Fertigstellung kann die Anlage nur einen Reaktor im Jahr versorgen. Kein Land hat jemals eine Anreicherungsanlage nur für einen einzigen Reaktor betrieben – in einem solchen Fall wäre es viel günstiger, Brennstoff auf dem internationalen Markt zu erwerben.
4. Irans Anreicherungsprogramm ist inkonsistent mit seinen angeblichen Zielen
Iran behauptet, es benötige zu 3% angereichertes Uran für seine Atomkraftwerke. Aber Russland stellt Brennstoff für Buschehr bereit – und es wäre unmöglich für Iran, das Kraftwerk mit seinem eigenen Brennstoff zu betreiben. Hätte Iran wiederum die Absicht, einen hypothetischen zukünftigen Reaktor zu versorgen, so hätte es keinen Grund dafür gehabt, schon 2006 mit der Anreicherung zu beginnen.
Iran baut derzeit eine zweite Anreicherungsanlage in Fordo. Diese unterirdische Anlage ist wesentlich kleiner als Natans. Ihre Größe weist auf einen militärischen Zweck hin.
2010 hat Iran begonnen, zu 20% angereichertes Uran zu produzieren, angeblich für den Recherche-Reaktor in Teheran. Aber es gibt keinen Beweis dafür, dass Iran das Know-how besitzt, um Brennstoff speziell für diesen Reaktor herzustellen. Aus technischen Gründen ist die Anreicherung zu 20% sehr viel näher an dem Niveau von 90%, welches als ideal für den Bau einer Atombombe gilt. 2011 kündigte Iran an, seine Produktion von zu 20% angereichertem Material nach Fordo zu verlagern, die Produktion zu „verdreifachen“ und in Fordo die neusten Zentrifugenmodelle zu installieren. Die Fordo-Anlage wäre ideal für die schnelle Produktion von zu 90% angereichertem Uran.
5. Iran besitzt ein Dokument, das die Spaltung von Uran erläutert
Die IAEA hat festgestellt, dass Iran ein Dokument besitzt, welches erklärt, wie Uran gespalten wird – in anderen Worten, wie man den Kern einer Atombombe herstellt. [4] Dieses Dokument stammt vom Chan-Netzwerk.
6. Iran baut einen Schwerwasserreaktor ohne erkennbaren wissenschaftlichen Zweck
Iran baut einen neuen Recherche-Reaktor bei Arak. Mit seinen Charakteristika – ein 40-Megawatt-Reaktor, der natürliches Uran und Schwerwasser benutzt – würde er sich gut eignen, um waffenfähiges Plutonium herzustellen. Tatsächlich ähnelt er verdächtig Reaktoren in anderen Ländern, die derartiges Plutonium produzieren. Laut Teheran wird dieser Reaktor 2013 betriebsbereit sein. Er würde damit einen weiteren Weg zur Bombe eröffnen.
Iran hat Experimente zu Plutonium-Trennung in Heißen Zellen unternommen. [5]
7. Iran hat zahlreiche Experimente und Studien mit Waffen-Bezug durchgeführt
Iran hat Polonium produziert, welches für Neutronenaktivierung genutzt werden kann. [6] Es hat zudem Studien zur Neutronenaktivierung unter Benutzung von Urandeuterid unternommen (eine chinesische Methode). [7] Um 2006 herum führte Teheran Experimente zur Neutronenaktivierung auf Grundlage von Modellen zur nuklearen Explosion durch, an die Iran über das Chan-Netzwerk gelangt war. [8]
Organisationen, die dem Verteidigungsministerium unterstellt sind, haben den Mechanismus einer Atombombenexplosion studiert und getestet (gleichzeitige Detonation um einen sphärischen Kern). [9] Iran hat von einem anderen Staat (Pakistan?) das Modell für ein Mehrpunkt-Aktivierungssystem erhalten. [10] Noch beunruhigender: Das Chan-Netzwerk hat Iran, ebenso wie Libyen, Waffenmodelle verkauft, und die IAEA fürchtet, dass Iran auch fortschrittlichere Modelle erhalten hat (die dann mit Sicherheit pakistanischer Herkunft wären). [11]
Teheran hat zugegeben, mit gleichzeitigen Detonationen experimentiert zu haben, behauptet jedoch, dies sei zu nicht-nuklearen Zwecken geschehen. [12] Iran konnte jedoch die genaue Natur dieser Zwecke nicht erklären. [13] Und Dokumente im Besitz der IAEA zeigen, dass die Bedingungen der iranischen Experimente nur zu einem Atombombenplan passen. [14]
Iran hat zudem das Fundament für hydrodynamische Tests gelegt (“kalte Tests”, ohne Verwendung von spaltbarem Material). [15]
Diese Aktivitäten wurden auch nach 2003 fortgesetzt. Einige der Informationen im Besitz der IAEA betreffen zum Beispiel Modellstudien zur Simulation des Verhaltens einer Atomwaffe, durchgeführt 2008 und 2009. [16]
Es ist daher möglich, dass Iran bereits fähig ist, nicht nur einen experimentellen Prototyp zu bauen, sondern auch eine funktionierende Waffe. Im Jahr 2009 schlussfolgerte die IAEA laut einem Bericht, „Iran hat ausreichend Information, um eine funktionierende Implosionsvorrichtung zu entwerfen und zu bauen.“ [17] Die Information, die der Bericht von 2011 enthält, konnte diese Einschätzung nur bestätigen.
Schließlich hat Iran auch Pläne für einen Atomtest entwickelt: Es hat die Gegebenheiten einer Teststätte studiert (in der Absicht für eine 400-Meter tiefe Detonation) und spezielle Ausrüstung für Abschüsse aus weiten Distanzen entworfen. [18]
8. Iran hat nuklearfähige Raketen getestet
Im Jahr 2004 testete Iran eine Schahab 3-Rakete mit trikonischem, sogenanntem „Baby-Flaschen“-Design, ideal geeignet für eine nukleare Waffe. Der Test wurde im Fernsehen übertragen.
Dies ist konsistent mit der Feststellung der IAEA, dass Teheran daran arbeitet, eine sphärische Ladung an der Schahab 3 anzubringen. [19] Nach Angaben der IAEA hat Iran detaillierte Computersimulationen zum Verhalten einer sphärischen Ladung, die von einer Rakete getragen wird, durchgeführt. [20]
Iran hat sich zudem bemüht, ein Abschusssystem für die Detonation einer Waffe in der Luft über dem Ziel zu entwickeln. [21] Und es hat die Explosion einer Raketenladung in einer Höhe von 600 Metern simuliert. [22] All das ergibt nur dann Sinn, wenn die Ladung nuklear ist, und sollte keinen Zweifel an Irans Absichten zulassen.
9. Iran weigert sich, mehr Transparenz zuzulassen
Iran weigert sich, im Voraus jede Art von Nuklearanlagen zu deklarieren, die es baut oder zu bauen plant. 2007 suspendierte Teheran den modifizierten Code 3.1, eine Regulation der IAEA, die es 2003 angenommen hatte.
Teheran weigert sich zudem, das zusätzliche Protokoll der IAEA zu implementieren (obwohl es dieses 2003 unterschrieben hat), welches nach Angaben der Behörde das einzige Mittel darstellt, um die Nicht-Verbreitung nuklearen Materials sicherzustellen. Auch die Fähigkeit der IAEA, mögliche illegale nukleare Aktivitäten aufzudecken, wird von Irans Weigerung ernsthaft eingeschränkt. Die IAEA gibt zudem an, sie könne nicht glaubwürdig garantieren, dass es im Iran kein undeklariertes nukleares Material und keine undeklarierten nuklearen Aktivitäten gebe oder dass sämtliches nukleare Material friedlichen Zwecken diene. [23] In diplomatischer Sprache bedeutet das, die Behörde ist beinahe sicher überzeugt vom Gegenteil.
Wenn Teheran rein friedliche Absichten hätte und bemüht wäre, seinen guten Willen zu beweisen, warum würde es sich größerer Transparenz verweigern?
10. Iran weist Vorschläge für erneute Verhandlungen zurück
Teheran hat den Vorschlag der IAEA und der „5+1“-Mächte für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen abgelehnt. Es hat nicht positiv auf die Annäherungsversuche der Obama-Regierung reagiert. Es hat einen Vorschlag von 2009 zurückgewiesen, nach dem Iran das meiste seines zu 3% angereicherten Urans in ein anderes Land transportieren sollte, um im Austausch zu 20% angereichertes Uran für seinen Recherche-Reaktor zu erhalten. Iran zeigt keinerlei Interesse an einem Durchbruch in Verhandlungen.
Wenn Teheran rein friedliche Absichten hätte und bemüht wäre, seinen guten Willen zu beweisen, warum sollte es all diese Vorschläge ablehnen?
Zusammengefasst lässt sich feststellen: Irans Atomprogramm ist inkonsistent mit seinem angeblich zivilen Zweck, jedoch konsistent mit einem militärischen Zweck.
Es wird gelegentlich spekuliert, dass Iran lediglich die Option einer Atombombe erreichen will und von dem eigentlichen Bau der Bombe absehen wird. Es gibt jedoch kein einziges historisches Beispiel, in dem, ohne dass es zu einem Regimewechsels kam (wie in Brasilien in den 1980er Jahren), ein Land soviel in ein Atomwaffenprogramm investiert hat, nur um schließlich von dem tatsächlichen Bau der Bombe zurückzuschrecken. [24] Die Ernennung von Fereydun Abbassi Davani, eines der wichtigsten Architekten des militärischen Programms, zum Vize-Präsidenten der Islamischen Republik und Leiter der iranischen Atomenergiebehörde ist ein beunruhigendes Zeichen.
realise-eu
Dr. Bruno Tertrais
Dr. Bruno Tertrais is a Senior Research Fellow at the FONDATION POUR LA RECHERCHE STRATEGIQUE (FRS). He formerly was Special Assistant to the Director of Strategic Affairs at the French Ministry of Defense. Dr. Tertrais graduated from the Institut d´Etudes Politiques (IEP) de Paris. He also holds a Master´s degree in Public law and a DEA in Comparative Politics from the University of Paris, as well as a Doctorate in Political Science from the IEP Paris. His fields of expertise include international relations, strategic and military affairs, nuclear issues (proliferation, deterrence, disarmament), US strategy and transatlantic relations. Dr. Tertrais has published several books and studies on these questions.
Quellenangaben:
[1] IAEA, GOV/2003/75, 10 November 2003.
[2] IAEA, GOV/2004/11, 24 February 2004; Institute for Science and International Security (ISIS), “Briefing Notes from February 2008 IAEA meeting regarding Iran’s nuclear program”, 11 April 2008.
[3] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011.
[4] IAEA, GOV/2005/87, 18 November 2005.
[5] IAEA, GOV/2003/75, 10 November 2003.
[6] IAEA, GOV/2004/11, 24 February 2004.
[7] IAEA, GOV/2011/29, 24 May 2011.
[8] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011.
[9] IAEA, GOV/2008/15, 26 May 2008; Ibid., GOV/2008/4, 22 February 2008.
[10] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011
[11] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011
[12] IAEA, GOV/2008/15, 26 May 2008.
[13] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011
[14] ISIS, “Briefing notes…”, op. cit.
[15] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011
[16] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011
[17] ISIS, “Excerpts from Internal IAEA Document on Alleged Iranian Nuclear Weaponization”, 2 October 2009.
[18] IAEA, GOV/2008/15, 26 May 2008.
[19] IAEA, GOV/2008/15, 26 May 2008.
[20] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011
[21] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011
[22] ISIS, “Briefing notes…”, op. cit.
[23] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011
[24] The comparison sometimes made with Japan is inappropriate: there is no evidence that Tokyo has a nuclear weapon option. Japan has sound economic and technical rationales for uranio enrichment. All its installations are fully open to the IAEA. The Agency has never found or been made aware of any illegal or suspicious nuclear activity in Japan.
*von HaOlam.de

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