Deutsche Lyrik! Aus der fremden Feder!

Hallo meine lieben,

natürlich habe auch ich mich über das “Gedicht” von Günther Grass aufgeregt. Aber heute möchte ich euch einen Artikel von einer fremden Feder vorstellen, der wirklich alles so wiedergibt wie ich denke:

von Letters from Rungholt

Was gesagt werden muss

(Hab das Gedicht selbst rausgenommen – ist zu lang und am Ende krieg ich noch ne Klage wegen Textklau :-) )

Da sind sie reinlich beieinander, in bemüht “gedankenvoller” Form – auch mein Literaturstudium erklärt mir nicht, warum er das nicht einfach in Prosa niederschreiben konnte. Sollte wohl dichter, anspielungsreicher, raunender und apodiktischer daherkommen in dieser Form. Irgendeinen Rhythmus erkenne ich nicht. Na gut. So konnte er´s im Feuilleton unterbringen.

Fas alle Topoi des linken Israelhassers  Israelkritikers sind versammelt. Der ehrliche Freund, der nicht mehr still bleiben kann, und schweren Herzens das Schweigen bricht. Die reinste Katharsis. Nur Sennestee wirkt noch erleichternder.

Dazu gehört natürlich auch die Klage, daß “wiederum und rein geschäftsmäßig” die Israelis den Deutschen den Holocaust unter die Nase halten, um daraus finanzielle Vorteile zu schlagen.

Israel, nicht Iran, gefährdet den Weltfrieden. Dieser Wahn wird ja von einer erstaunlich großen Zahl Deutscher geteilt. Israel ist gewissermaßen der Herr Tur-Tur der Weltpolitik – je weiter man weg ist, desto größer und bedrohlicher sieht Israel aus. Huh, die Faszination des Grusels.

Israelische Atomanlagen müssen kontrolliert werden. Mit dieser Forderung schwimmt Grass natürlich im deutschen Mainstream. Ach, muß es da schön warm und angenehm sein!

Noch einmal für alle, die es nie kapiert haben, obwohl es sonnenklar ist: einer der Gründe, weshalb Israel sich nie zu seinem atomaren Potential bekannt hat, ist die fragile Lage im Nahen Osten. Nur aufgrund dieser Unklarheit war es Ägypten und Jordanien überhaupt möglich, einen brüchtigen kühlen Frieden mit Israel zu schließen. Unter anderem, weil Israel darauf verzichtet hat, unverschleiert als Atommacht aufzutreten und andere konkret zu bedrohen, ist es nicht zu einem atomaren Wettrüsten im Nahen Osten gekommen. Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

Israel übt sich die ganzen Jahrzehnte über in einem Eiertanz, den kein anderes Land leisten mußte: einerseits die Hand zum Frieden ausstrecken (wie es schon in der Unabhängigkeitserklärung steht), denn ohne Frieden kann das kleine, von Feinden umgebene, rohstoffarme und vom Wesen her zivile Land nicht überleben – und andererseits den Feinden ringsherum genügend Respekt einflößen, um den einen Schlag, der Israel vernichten würde, zu verhindern.

Ich kann nicht glauben, daß niemand das versteht. Ist Grass wirklich so dumm? Fällt es nur mir auf, wie Rabin gesagt hat: “wir arbeiten am Frieden, als gäbe es keinen Terror, und bekämpfen den Terror, als gäbe es keinen Friedensprozeß”? Daß Netanyahu droht und Peres für Frieden wirbt, unisono?   Daß Israel gleichzeitig gezielte Schläge gegen Terroristen im Gazastreifen führt UND den Gazastreifen mit Waren versorgt?

Die doppelte Aufgabe Israels, gleichzeitig abzuschrecken und Vertrauen aufzubauen, ist ungeheuer diffizil, und sie gelingt nur selten. Allzuoft werden entweder so große Zugeständnisse gemacht, daß die andere Seite vor Triumph überschnappt (Terrorwellen erfolgten immer schon gern nach weitreichenden Zugeständnissen Israels, check the timeline), oder es wird auf Seiten der Abschreckung zu einer Rhetorik oder Taten gegriffen, die jede Annäherung fast unmöglich machen. Es ist eben wirklich und tatsächlich verdammt schwierig auf diesem Hochseil. Homöostasis gibt es nicht.

Ein bißchen dramatisieren muß Grass natürlich auch. Es ist nicht Israel, das den Iranern die Auslöschung androht – Israel überlegt nur laut, ob es nicht die Atomanlagen zerstören soll. Von einer Vernichtung des iranischen Volks ist keine Rede und war nie die Rede, das ist Grass´sches Drama. Die iranische Regierung dagegen behauptet zwar, gegen das jüdische Volk nichts zu haben, jedoch den Staat Israel würde es gern vernichten. Und das hat sie oft genug in wechselnden Formulierungen deutlich ausgesprochen. Hingegen hat auch Netanyahu nie gedroht, das iranische Volk auszulöschen. Israel hat überhaupt nichts gegen den Iran und das iranische Volk. Eine Vernichtung des gesamten Iran ginge auch nur per Abwurf mehrer Atombomben, denn Iran ist groß. Im Gegensatz zu Israel. Bei uns würde eine Bombe reichen, und wir wären weg. Was die iranische Regierung genau weiß. Grass anscheinend nicht.

Grass wird natürlich viel Applaus einheimsen. Ach, endlich mal einer, der offen sagt, was Martin Walser, Hecht-Galinski, Felicia Langer, all die anderen nie, nie, nie sagen würden! Endlich mal einer, der dem dröhnenden Chor der Netanyahu-und-Liebermann-Fanmeile ein Kontra entgegensetzt! Es hat ja nie eine einstimmige Verdammung Israel im Bundestag gegeben, Norbert Blüm und Ströbele haben nie ein Wörtchen gegen Israel verlauten lassen, es gibt ja nur eine Einheitsmeinung zu Israel, und Grass, in Heldenpose, ist der erste, der heldenhaft den Konsens bricht.

Auch er kennt Antisemitismus selbstverständlich nur als Keule. Daß es eine starke antijüdische, gemeinhin “antisemitisch” genannte Unterfütterung der westlichen, auch der deutschen Kultur gibt, die naturgemäß den Betroffenen wesentlich deutlicher ins Auge springt als den Nichtjuden, das glaubt er nicht. Antijüdische Motive aufzudecken – das kann nur Ablenkungsmanöver, Manipulation und Maulkorb sein, es kann nicht berechtigt sein. Als hätten die Juden den Judenhaß erfunden, um den Judenhassern den Mund zu verbieten.

Ach Gott, der alte Mann. Er hat den Nobelpreis gekriegt und Amos Oz nicht, ja Wahnsinn. Und dann noch diese Gedichtform. Wieso hat er die Zeilen nicht wie bei Hölderlin angeordnet? So wäre seine Ode NOCH bedeutungsvoller erschienen.

Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern,

     mehr noch, allen Menschen, die in dieser

          vom Wahn okkupierten Region

               dicht bei dicht verfeindet leben

                    und letztlich auch uns zu helfen.

NUR so und nicht anders. Grass weiß, was am besten für uns ist. NUR so.

Immerhin. In Zukunft können Israelkritiker einfach aus diesem Gedicht zitieren. So wird Grass doch noch Volksgut.

Das Massaker an der Familie Fogel jährt sich zum ersten mal

ich wollte aus diesem wirklich traurigen Anlass dieses Video posten. Ich kann nur hoffen das wir aus der abscheulichkeit dieses feigen Verbrechens unsere Lehren ziehen. Nach einem Jahr frage ich mich immer noch was das nur für Menschen sein können die soetwas kaltblütiges tun, man kann nur von Glück sprechen das die anderen drei Kinder nicht zuhause waren. Der damalige erste Soldat der das Haus betrat ist seit Jahren ein guter Freund von mir mit dem ich in Verbindung stehe, er gehört einer Sanitätseinheit an, er war damals gerade erst 19 Jahre alt. Persönlich denke ich das Edi nie mehr die furchtbaren Bilder vergessen kann. Und auch wir nicht.

Pallywood-Lügenindustrie: Gefälschtes Foto verbreitet sich wie ein Virus – Soldat tritt auf Mädchen

Palywood-Lügenindustrie:

Gefälschtes Foto verbreitet sich wie ein Virus – Soldat tritt auf Mädchen

 

 

Elder of Ziyon, 1. Februar 2012

Die hebräische Ausgabe von YNet merkt an, dass Facebook und andere soziale Medien mit Kopien dieses Bildes überschwemmt werden, oft mit einer Bildbeschreibung, die behauptet, es sei ein israelischer Soldat, der auf ein palästinensisch-arabisches Mädchen tritt (siehe nebenstehendes Bild).

YNet verfolgte es bis zu einem Twitter-Bild aus dem Juni zurück, dessen Beschreibung aber schließen lässt, dass sich dies in Syrien abspielte.

Im Internet kursieren tausende Kopien davon.

Die israelische Internetseite Tazpit nahm es im Juni zur Kenntnis und führte ein wenig Grundlagenrecherche durch:

Der Soldat in dem Foto scheint eine Kalaschnikow AK-47 in der Hand zu halten, die von der israelischen Armee nicht benutzt, aber oft von der palästinensischen Polizei und Terrororganisationen verwendet wird. Es ist bekannt, dass die IDF M16- und M4-Gewehre einsetzt. Außerdem sehen ihre Uniformen anders aus als die, die in dem Foto erscheint.

Die israelische Regierungs-Werbeagentur erklärte heute gegenüber „Tazpit“: „Das Foto ist vom IDF-Sprecher überprüft worden und nach einer Ermittlung scheint es so, dass es nicht authentisch und der Soldat kein Israeli ist. Unglücklicherweise ist der Einsatz solcher Fotos eine bekannte Methode für Versuche Israels Image im Internet zu schaden und Teil des Informationskriegs der sozialen Medien.“

Ich glaube nicht, dass es aus Syrien stammt. Es sieht komplett inszeniert aus. Es könnte sich sogar um Straßentheater handeln.

Daled Amos diskutierte das Foto schon letztes Jahr.

UPDATE: Eine lustige Veräppelung:

Das Wortspiel (der Satz oben im Bild) ist leider nicht ohne langwierige Erklärungen zu übersetzen.

UPDATE 2: Tweeterin Michal fand die Originale – und wie ich vermutete wurde das als Straßentheater aufgeführt, anscheinend in Bahrain im Dezember 2009 während Festlichkeiten zum Feiertag des 9. Muharram:

 

 

 

von HaOlam.de

aus dem Hebräischen Übersetzt von Heplev

Polizei fahndet international nach einem syrischen Staatsangehörigen

Mord an Israelin in Göttingen:

Polizei fahndet international nach einem syrischen Staatsangehörigen

 

 

Der brutale Mord an einer 26-jährigen, aus Israel stammenden Medizinstudentin in Göttingen (haOlam.de berichtete) scheint ebenso aufegklärt zu sein, wie die Hetzkampagne gegen israelische und jüdische Medien, die über den Mord berichteten, kläglich zusammengebrochen ist.

Wie berichtet, hatten der israelische Fernsehsender Channel 2 und der israelischen Nachrichtensender Arutz Sheva sowie haOlam.de berichtet, das im Zusammenhang mit der Ermordung ein arabischer Staatsbürger dringend tatverdächtig ist. Wohl aus ermittlungstaktischen Gründen widersprach die Göttinger Polizei diesen Meldungen zunächst. Der Schreiber eines Provinzblättchens, der offenbar um die deutsche Ehre seines Städtchens in arger Besorgnis war, nahm dies zum Anlaß, den betreffenden israelischen, bzw. jüdischen Medien üble Absichten zu unterstellen. Es wurde gar orakelt, es hätte “religiöse und rassistische” Motive für die angeblich falsche Berichterstqattung gegeben. Einfach strukturierte Gemüter, die gerne jeden Strohhalm ergreifen um ihre antiisraelischen Triebe auszuleben, nutzen den substanzlosen Angriff, um ihrerseits zum Halali insbesondere auf Arutz Sheva und haOlam.de zu tröten. Ein diätenberechtigter Politikerdarsteller sprach in diesem Zusammenhang gar von “Tiraden”, die Mitarbeiterin eines linksextremistischen, oseudo-jüdischen Blogs aus Süddeutschland versuchte süffisant einzugackern.

Am heutigen 29. Dezember veröffentlichte die Göttinger Polizei eine Presseerklärung mit nachfolgender Beschreibung des flüchtigen Tatverdächtigen:

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen syrischen Staatsangehörigen.

Weiter heißt es in der Presseerklärung:

Die Ermittlungsbehörden haben zwischenzeitlich gesicherte Erkenntnisse darüber, dass sich der mutmaßliche Mörder schon vor dem Zeitpunkt der Entdeckung der Leiche ins Ausland abgesetzt hat. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Göttingen hat das Amtsgericht Göttingen inzwischen einen Haftbefehl gegen den flüchtigen Studenten erlassen. Die Staatsanwaltschaft fahndet nunmehr international nach ihm.

Mit diesem Erkenntnisstand ist auch der Versuch doppelmoralischer Personen gescheitert, die tragische Ermordung einer jungen Frau skrupellos für ihre Zwecke – der diskreditierung israelischer und pro-israelischer Medien – zu mißbrauchen.

Die Polizei schreibt in ihrer Presseerklärung, sie gehe von einer Beziehungstat aus – ohne diese Vermutung indes zu begründen. Als möglich kann in Betracht gezogen werden, das diese Aussage ebenfalls aus ermittlungstaktischen Gründen gegeben wurde.

 

 

 

*von HaOlam.de

Zehn Gründe, warum wir wissen, dass Iran die Bombe will

Bruno Tertais:

Zehn Gründe, warum wir wissen, dass Iran die Bombe will

 

 

Am 8. November veröffentlichte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) einen Bericht, der einer vernichtenden Anklage des iranischen Atomprogramms gleichkommt. Zum ersten Mal beschrieb die Behörde in außergewöhnlich detaillierter Weise (in einem 14-seitigen Anhang zum Hauptbericht) sämtliche ihr bekannten Aktivitäten, die Teheran zur Entwicklung einer Nuklearwaffe durchgeführt hat. Nach Angaben der IAEA stammen diese Informationen sowohl von ihren eigenen Untersuchungen als auch von Geheimdiensten von mehr als zehn ihrer Mitgliedsstaaten (welche sie wiederum durch eigene Mittel überprüft hat). Es ist insbesondere erwähnenswert, dass einige dieser Aktivitäten vor sehr kurzer Zeit durchgeführt wurden: Das bedeutet, dass, wie viele Experten vermutet haben, diese Aktivitäten nur vorübergehend „angehalten“ worden waren (diesen Ausdruck hatte der Nationale Geheimdienstbericht der USA aus dem Jahr 2007 verwendet). Die Summe all dieser Aktivitäten zum Zweck der Waffenherstellung ist an sich bereits ein handfester Beweis – falls ein solcher noch benötigt wurde – für den Willen Irans, die Fähigkeit zu erlangen, eine Atombombe zu bauen. Darüber hinaus wird diese Schlussfolgerung jedoch von vielen weiteren Aspekten gestützt.

Woher wissen wir, dass Iran die Atombombe will? Es gibt keinen einzelnen schlagenden Beweis (das ist in der Abwesenheit eines Atomtests auch nicht möglich), jedoch eine Vielzahl von Hinweisen. Die meisten davon stammen von der IAEA. Zusammengenommen lassen sie nur eine Schlussfolgerung zu: Iran strebt zumindest die Option einer Atombombe an – und höchstwahrscheinlich die Bombe selbst.

1. Iran versucht, seine nuklearen Aktivitäten und Anlagen vor der IAEA zu verbergen

In 2003 wurde das Ausmaß der iranischen Aktivitäten publik. Iran hatte den Bau einer Anreicherungsanlage bei Natans sowie eines Recherche-Reaktors in Arak geheim gehalten, ebenso wie die Herstellung von Zentrifugen, die Existenz eines Laser-Anreicherung-Programms und mehrere sensible Experimente. [1] Anschließend hielt Iran die IAEA davon ab, eine komplette Inspektion der Lavisan-Shian- und Parchin-Anlagen vorzunehmen, welche im Verdacht standen, für nukleare Aktivitäten genutzt zu werden. (Was, wie inzwischen bekannt ist, tatsächlich der Fall war.) Später versäumte es Iran, im Voraus den Bau der Fordo-Anreicherungsanlage zu deklarieren.

2. Die sensibelsten Aktivitäten werden vom Verteidigungsministerium kontrolliert

Während das iranische Nuklearprogramm offiziell unter der Kontrolle der iranischen Atomenergie-Organisation steht, hat die IAEA festgestellt, dass viele der geheimen Aktivitäten mit Verbindung zum Nuklearprogramm unter Aufsicht des Verteidigungsministeriums stattgefunden haben. [2] In ihrem jüngsten Bericht beschreibt die IAEA sehr präzise die „strukturierte Organisation“, die Teheran zu diesem Zweck errichtet hat. Bis 2003 lief sie als komplett paralleles Programm. Seitdem wurden die Aktivitäten aufgefächert, wohl, um mehr Diskretion zu erreichen. [3]

3. Irans Anreicherungsprogramm entbehrt jeder wirtschaftlichen Logik

Irans Gasreserven würden ausreichen, um das Land in seiner Energieversorgung für mehrere Jahrzehnte autonom zu machen. Teherans Investition in ein teures Anreicherungsprogramm, angeblich um Brennstoff für Atomkraftwerke herzustellen, entbehrt jeder wirtschaftlichen Logik

Das Potential der Natans-Anlage ist begrenzt: Bei ihrer Fertigstellung kann die Anlage nur einen Reaktor im Jahr versorgen. Kein Land hat jemals eine Anreicherungsanlage nur für einen einzigen Reaktor betrieben – in einem solchen Fall wäre es viel günstiger, Brennstoff auf dem internationalen Markt zu erwerben.

4. Irans Anreicherungsprogramm ist inkonsistent mit seinen angeblichen Zielen

Iran behauptet, es benötige zu 3% angereichertes Uran für seine Atomkraftwerke. Aber Russland stellt Brennstoff für Buschehr bereit – und es wäre unmöglich für Iran, das Kraftwerk mit seinem eigenen Brennstoff zu betreiben. Hätte Iran wiederum die Absicht, einen hypothetischen zukünftigen Reaktor zu versorgen, so hätte es keinen Grund dafür gehabt, schon 2006 mit der Anreicherung zu beginnen.

Iran baut derzeit eine zweite Anreicherungsanlage in Fordo. Diese unterirdische Anlage ist wesentlich kleiner als Natans. Ihre Größe weist auf einen militärischen Zweck hin.

2010 hat Iran begonnen, zu 20% angereichertes Uran zu produzieren, angeblich für den Recherche-Reaktor in Teheran. Aber es gibt keinen Beweis dafür, dass Iran das Know-how besitzt, um Brennstoff speziell für diesen Reaktor herzustellen. Aus technischen Gründen ist die Anreicherung zu 20% sehr viel näher an dem Niveau von 90%, welches als ideal für den Bau einer Atombombe gilt. 2011 kündigte Iran an, seine Produktion von zu 20% angereichertem Material nach Fordo zu verlagern, die Produktion zu „verdreifachen“ und in Fordo die neusten Zentrifugenmodelle zu installieren. Die Fordo-Anlage wäre ideal für die schnelle Produktion von zu 90% angereichertem Uran.

5. Iran besitzt ein Dokument, das die Spaltung von Uran erläutert

Die IAEA hat festgestellt, dass Iran ein Dokument besitzt, welches erklärt, wie Uran gespalten wird – in anderen Worten, wie man den Kern einer Atombombe herstellt. [4] Dieses Dokument stammt vom Chan-Netzwerk.

6. Iran baut einen Schwerwasserreaktor ohne erkennbaren wissenschaftlichen Zweck

Iran baut einen neuen Recherche-Reaktor bei Arak. Mit seinen Charakteristika – ein 40-Megawatt-Reaktor, der natürliches Uran und Schwerwasser benutzt – würde er sich gut eignen, um waffenfähiges Plutonium herzustellen. Tatsächlich ähnelt er verdächtig Reaktoren in anderen Ländern, die derartiges Plutonium produzieren. Laut Teheran wird dieser Reaktor 2013 betriebsbereit sein. Er würde damit einen weiteren Weg zur Bombe eröffnen.

Iran hat Experimente zu Plutonium-Trennung in Heißen Zellen unternommen. [5]

7. Iran hat zahlreiche Experimente und Studien mit Waffen-Bezug durchgeführt

Iran hat Polonium produziert, welches für Neutronenaktivierung genutzt werden kann. [6] Es hat zudem Studien zur Neutronenaktivierung unter Benutzung von Urandeuterid unternommen (eine chinesische Methode). [7] Um 2006 herum führte Teheran Experimente zur Neutronenaktivierung auf Grundlage von Modellen zur nuklearen Explosion durch, an die Iran über das Chan-Netzwerk gelangt war. [8]

Organisationen, die dem Verteidigungsministerium unterstellt sind, haben den Mechanismus einer Atombombenexplosion studiert und getestet (gleichzeitige Detonation um einen sphärischen Kern). [9] Iran hat von einem anderen Staat (Pakistan?) das Modell für ein Mehrpunkt-Aktivierungssystem erhalten. [10] Noch beunruhigender: Das Chan-Netzwerk hat Iran, ebenso wie Libyen, Waffenmodelle verkauft, und die IAEA fürchtet, dass Iran auch fortschrittlichere Modelle erhalten hat (die dann mit Sicherheit pakistanischer Herkunft wären). [11]

Teheran hat zugegeben, mit gleichzeitigen Detonationen experimentiert zu haben, behauptet jedoch, dies sei zu nicht-nuklearen Zwecken geschehen. [12] Iran konnte jedoch die genaue Natur dieser Zwecke nicht erklären. [13] Und Dokumente im Besitz der IAEA zeigen, dass die Bedingungen der iranischen Experimente nur zu einem Atombombenplan passen. [14]

Iran hat zudem das Fundament für hydrodynamische Tests gelegt (“kalte Tests”, ohne Verwendung von spaltbarem Material). [15]

Diese Aktivitäten wurden auch nach 2003 fortgesetzt. Einige der Informationen im Besitz der IAEA betreffen zum Beispiel Modellstudien zur Simulation des Verhaltens einer Atomwaffe, durchgeführt 2008 und 2009. [16]

Es ist daher möglich, dass Iran bereits fähig ist, nicht nur einen experimentellen Prototyp zu bauen, sondern auch eine funktionierende Waffe. Im Jahr 2009 schlussfolgerte die IAEA laut einem Bericht, „Iran hat ausreichend Information, um eine funktionierende Implosionsvorrichtung zu entwerfen und zu bauen.“ [17] Die Information, die der Bericht von 2011 enthält, konnte diese Einschätzung nur bestätigen.

Schließlich hat Iran auch Pläne für einen Atomtest entwickelt: Es hat die Gegebenheiten einer Teststätte studiert (in der Absicht für eine 400-Meter tiefe Detonation) und spezielle Ausrüstung für Abschüsse aus weiten Distanzen entworfen. [18]

8. Iran hat nuklearfähige Raketen getestet

Im Jahr 2004 testete Iran eine Schahab 3-Rakete mit trikonischem, sogenanntem „Baby-Flaschen“-Design, ideal geeignet für eine nukleare Waffe. Der Test wurde im Fernsehen übertragen.

Dies ist konsistent mit der Feststellung der IAEA, dass Teheran daran arbeitet, eine sphärische Ladung an der Schahab 3 anzubringen. [19] Nach Angaben der IAEA hat Iran detaillierte Computersimulationen zum Verhalten einer sphärischen Ladung, die von einer Rakete getragen wird, durchgeführt. [20]

Iran hat sich zudem bemüht, ein Abschusssystem für die Detonation einer Waffe in der Luft über dem Ziel zu entwickeln. [21] Und es hat die Explosion einer Raketenladung in einer Höhe von 600 Metern simuliert. [22] All das ergibt nur dann Sinn, wenn die Ladung nuklear ist, und sollte keinen Zweifel an Irans Absichten zulassen.

9. Iran weigert sich, mehr Transparenz zuzulassen

Iran weigert sich, im Voraus jede Art von Nuklearanlagen zu deklarieren, die es baut oder zu bauen plant. 2007 suspendierte Teheran den modifizierten Code 3.1, eine Regulation der IAEA, die es 2003 angenommen hatte.

Teheran weigert sich zudem, das zusätzliche Protokoll der IAEA zu implementieren (obwohl es dieses 2003 unterschrieben hat), welches nach Angaben der Behörde das einzige Mittel darstellt, um die Nicht-Verbreitung nuklearen Materials sicherzustellen. Auch die Fähigkeit der IAEA, mögliche illegale nukleare Aktivitäten aufzudecken, wird von Irans Weigerung ernsthaft eingeschränkt. Die IAEA gibt zudem an, sie könne nicht glaubwürdig garantieren, dass es im Iran kein undeklariertes nukleares Material und keine undeklarierten nuklearen Aktivitäten gebe oder dass sämtliches nukleare Material friedlichen Zwecken diene. [23] In diplomatischer Sprache bedeutet das, die Behörde ist beinahe sicher überzeugt vom Gegenteil.

Wenn Teheran rein friedliche Absichten hätte und bemüht wäre, seinen guten Willen zu beweisen, warum würde es sich größerer Transparenz verweigern?

10. Iran weist Vorschläge für erneute Verhandlungen zurück

Teheran hat den Vorschlag der IAEA und der „5+1“-Mächte für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen abgelehnt. Es hat nicht positiv auf die Annäherungsversuche der Obama-Regierung reagiert. Es hat einen Vorschlag von 2009 zurückgewiesen, nach dem Iran das meiste seines zu 3% angereicherten Urans in ein anderes Land transportieren sollte, um im Austausch zu 20% angereichertes Uran für seinen Recherche-Reaktor zu erhalten. Iran zeigt keinerlei Interesse an einem Durchbruch in Verhandlungen.

Wenn Teheran rein friedliche Absichten hätte und bemüht wäre, seinen guten Willen zu beweisen, warum sollte es all diese Vorschläge ablehnen?

Zusammengefasst lässt sich feststellen: Irans Atomprogramm ist inkonsistent mit seinem angeblich zivilen Zweck, jedoch konsistent mit einem militärischen Zweck.

Es wird gelegentlich spekuliert, dass Iran lediglich die Option einer Atombombe erreichen will und von dem eigentlichen Bau der Bombe absehen wird. Es gibt jedoch kein einziges historisches Beispiel, in dem, ohne dass es zu einem Regimewechsels kam (wie in Brasilien in den 1980er Jahren), ein Land soviel in ein Atomwaffenprogramm investiert hat, nur um schließlich von dem tatsächlichen Bau der Bombe zurückzuschrecken. [24] Die Ernennung von Fereydun Abbassi Davani, eines der wichtigsten Architekten des militärischen Programms, zum Vize-Präsidenten der Islamischen Republik und Leiter der iranischen Atomenergiebehörde ist ein beunruhigendes Zeichen.

 

realise-eu

 

Dr. Bruno Tertrais

Dr. Bruno Tertrais is a Senior Research Fellow at the FONDATION POUR LA RECHERCHE STRATEGIQUE (FRS). He formerly was Special Assistant to the Director of Strategic Affairs at the French Ministry of Defense. Dr. Tertrais graduated from the Institut d´Etudes Politiques (IEP) de Paris. He also holds a Master´s degree in Public law and a DEA in Comparative Politics from the University of Paris, as well as a Doctorate in Political Science from the IEP Paris. His fields of expertise include international relations, strategic and military affairs, nuclear issues (proliferation, deterrence, disarmament), US strategy and transatlantic relations. Dr. Tertrais has published several books and studies on these questions.

 

Quellenangaben:

[1] IAEA, GOV/2003/75, 10 November 2003.

[2] IAEA, GOV/2004/11, 24 February 2004; Institute for Science and International Security (ISIS), “Briefing Notes from February 2008 IAEA meeting regarding Iran’s nuclear program”, 11 April 2008.

[3] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011.

[4] IAEA, GOV/2005/87, 18 November 2005.

[5] IAEA, GOV/2003/75, 10 November 2003.

[6] IAEA, GOV/2004/11, 24 February 2004.

[7] IAEA, GOV/2011/29, 24 May 2011.

[8] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011.

[9] IAEA, GOV/2008/15, 26 May 2008; Ibid., GOV/2008/4, 22 February 2008.

[10] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011

[11] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011

[12] IAEA, GOV/2008/15, 26 May 2008.

[13] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011

[14] ISIS, “Briefing notes…”, op. cit.

[15] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011

[16] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011

[17] ISIS, “Excerpts from Internal IAEA Document on Alleged Iranian Nuclear Weaponization”, 2 October 2009.

[18] IAEA, GOV/2008/15, 26 May 2008.

[19] IAEA, GOV/2008/15, 26 May 2008.

[20] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011

[21] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011

[22] ISIS, “Briefing notes…”, op. cit.

[23] IAEA, GOV/2011/54, 8 November 2011

[24] The comparison sometimes made with Japan is inappropriate: there is no evidence that Tokyo has a nuclear weapon option. Japan has sound economic and technical rationales for uranio enrichment. All its installations are fully open to the IAEA. The Agency has never found or been made aware of any illegal or suspicious nuclear activity in Japan.

*von HaOlam.de

Neuer Terror aus Gaza

Terror aus Gaza:

Hamas beantwortet Friedensbemühungen mit Raketen

” Aktuell (29.10.2011, 23 : 45 Uhr) Die Hamas-Terroristen haben bislang mindestens 20 Raketen auf Südisrael abgefeuert. Einschläge in Ashkelon, Ashdod, Sderot, Beer Sheva. In Askelon bislang 1 Toter und 4 Verletzte. In Ashdod wurden eine Schule und ein Wohnhaus getroffen. +++ Bei einem Einsatz der israelischen Luftwaffe als Reaktion auf die Raketenangriffe, wurden Terrornester in Gaza beschossen, dabei sind 2 Terroristen ums Leben gekommen ++++

Hamas-Raketen zielen auf Tel Aviv / Israelis und Palästinenser verpflichten sich auf Zusammenarbeit mit Quartett / Israel jederzeit zu Verhandlungen ohne Vorbedingungen bereit

Terroristen feuerten am Mittwochabend drei Grad-Raketen aus dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen auf Israel ab. Alarmsirenen ertönten in mehreren Städten in Gegenden um Tel Aviv. An manchen dieser Orte war es das erste Mal, dass Sirenen losgingen – ein Zeichen für die stetig wachsende Reichweite der Raketen, die nach Gaza geschmuggelt werden.

Verletzte gab es diesmal nicht, jedoch mussten mehrere Menschen wegen Schock behandelt werden.

Israel macht die vom Iran unterstützte Hamas für alle Attacken aus Gaza verantwortlich.

Israel bereitet sich derzeit darauf vor, die “Magische Wand” zu installieren, ein defensives Raketensystem, das versuchen soll, das dicht bevölkerte Zentrum des Landes vor Raketen mittlerer Reichweite von der Hamas in Gaza und der Hisbollah im Libanon zu schützen.

Die Raketen landeten zu einem Zeitpunkt, an dem der Abgesandte des Nahostquartetts Tony Blair eine Serie von Treffen mit israelischen und palästinensischen Unterhändlern beendete.

Die Erwartungen an die Gespräche waren nicht hoch; laut einer Mitteilung des Quartetts gibt es jedoch einigen Grund zu Hoffnung.

“Beide Parteien drückten ihre Bereitschaft aus, sich mit dem Quartett auf der Basis seines Statements vom 23. September zu engagieren, um die aktuellen Hindernisse zu überwinden und direkte bilaterale Verhandlungen ohne Verzögerung oder Vorbedingungen wieder aufzunehmen.

Die Parteien einigten sich mit dem Quartett, innerhalb von drei Monaten umfassende Vorschläge zu Territorium und Sicherheit zu machen, im Kontext unserer gemeinsamen Verpflichtung zu dem Ziel direkter Verhandlungen, die bis zum Ende 2012 zu einer Einigung führen sollen“, hieß es in der Mitteilung.

Das Quartett besteht aus der USA, der EU, den Vereinten Nationen und Russland.

Das Drängen des Quartetts auf direkte Gespräche deckt sich mit wiederholten Forderungen Jerusalems an die Palästinenser, umgehend und ohne Vorbedingungen an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Die Palästinenser sagen, sie werden zusätzlich zu den Treffen mit dem Quartett ihre Forderung nach internationaler Anerkennung bei den Vereinten Nationen weiterverfolgen, obwohl das Quartett diesen Ansatz ablehnt.

Jerusalem ist besorgt darüber, dass die Palästinensische Autonomiebehörde unter der Führung von Mahmud Abbas sich weiterhin um eine Annäherung mit der Hamas bemüht, einem Stellvertreter Irans. Hamas wird von der USA, der EU, Japan, Kanada und anderen als Terrororganisation gelistet.

*von HaOlam.de

Die Wahrheit über den Gaza-Streifen

Die Wahrheit über den Gaza-Streifen

 

 

Mit dem Ende der fünfjährigen Gefangenschaft von Gilad Shalit haben verschiedene NGOs, in einem Versuch, ihre eigenen Agenden voranzutreiben, die Tatsachen für ihre Zwecke uminterpretiert. Diese Taktik war selten weniger deutlich als in dem Artikel von Sari Bashi, der Direktorin von “Gisha, The Legal Center for Freedom of Movement”.

Bashi stützt sich auf sehr selektive Erinnerungen, um das Argument voranzutreiben, der einzige Grund für die Sanktionen Israels gegen die Hamas sei Rache für die Gefangennahme Shalits. Jetzt wo er frei ist, so Bashi, sollte Israel die unbeschränkte Ein- und Ausfuhr aller Güter von und nach Gaza erlauben.

Ihre Argumentation basiert dabei auf der falschen Voraussetzung, die israelische Politik sei das einzige Hindernis auf dem Weg zu “einer Chance für ein normales Leben im Gaza-Streifen und eine Möglichkeit für seine anderthalb Millionen Einwohner, eine gesunde, wohlhabende Gesellschaft aufzubauen, die in der Lage wäre, mit ihren Nachbarn friedlich zusammenzuleben.”

Bashi, so scheint es, lebt in ihrer eigenen Welt, einer Welt ohne 10.000 Raketenangriffe seit 2005, ohne Selbstmordanschläge, Schießattacken, Entführungen und andere Terrorattentate. In dieser fiktionalen Welt existiert dafür eine friedliche Hamas. Während auch wir uns wünschen, dass dies wahr wäre, ist es das leider einfach nicht. Um US-Senator Daniel Patrick Moynihan zu zitieren: Individuen dürfen ihre eigene Meinung haben, aber nicht ihre eigenen Tatsachen.

2005 hat Israel in einem mutigen und wichtigen Politikwechsel 8.000 seiner Bürger aus dem Gaza-Streifen entwurzelt, um den Palästinensern dort eine Chance zu geben, mit dem Aufbau eines Staates zu beginnen und eine wohlhabende Gesellschaft aufzubauen, die Seite an Seite in Frieden mit Israel leben könnte.

Doch anstelle dieses Friedensangebot anzunehmen, haben Einwohner des Gaza-Streifen innerhalb weniger Tage die berühmt-berüchtigten Gewächshäuser zerstört, die Israel für sie zurückgelassen hatte. Der Beschuss durch Raketen und Mörsergranaten ist seitdem entscheidend angestiegen.

Die Hamas hat viele der Grenzübergänge zwischen Israel und dem Gaza-Streifen angegriffen, die dazu dienen, Güter in das Gebiet einzuführen. Häufig wurde so eine Schließung erzwungen. In anderen Fällen wurden Güter von Kämpfern der Hamas für ihre eigenen Zwecke beschlagnahmt. Die Hamas hat auch Vertreter der Europäischen Union angegriffen, die zugestimmt hatten, die Grenze zwischen Ägypten und dem Gaza-Streifen zu überwachen. Diese Vertreter flohen beim ersten Zeichen der Einschüchterung und wurden nicht wieder gesehen.

 

Schlussendlich drang die Hamas im Juni 2006 in israelisches Territorium ein, ermordete mehrere Soldaten und entführte Shalit. 2007 übernahm die Hamas in einem Staatsstreich die vollständige Kontrolle über den Gaza-Streifen und warf ihre Gegner von der Fatah aus einem 17-stöckigen Gebäude. Wieder stieg die Zahl die Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen an. Erst zu diesem Zeitpunkt verschärfte Israel seine Wirtschaftspolitik gegenüber dem Gaza-Streifen.

Wenn Bashi wirklich denkt, dass die Entführung von Shalit der Grund für die Wirtschaftssanktionen gegen den Gaza-Streifen waren, warum hat dann ihre Organisation “Gisha” nicht ohne Unterlass für seine Freilassung gekämpft? Warum hat sie nicht immer wieder die Raketenangriffe der Hamas auf israelische Zivilisten oder ihre tödliche Unterdrückung der politischen Opposition verurteilt?

Und warum räumt Bashi nicht den Waffenschmuggel an die Hamas durch Iran und Syrien ein? Warum erklärt sie nicht, dass Israel gemäß der Resolution 1373 des UN-Sicherheitsrats dazu verpflichtet ist, jede direkte und indirekte Unterstützung der Hamas, einer Terrororganisation, zu unterbinden? Und warum verurteilen Bashi und “Gisha” nicht die Grundsätze der Hamas – einer massenmörderischen, antisemitischen, radikalen Terrororganisation, die ungestraft Zivilisten angreift und ihre eigenen Bürger brutal als menschliche Schutzschilde missbraucht, um ihre Ziele zu erreichen?

Wenn Bashi wirklich möchte, dass die Menschen des Gaza-Streifens “die Chance auf ein normales Leben” haben, warum startet sie dann keine Kampagne, um sie von der Hamas zu befreien?

Man fragt sich, ob Bashi jemals Aufnahmen aus dem Gaza-Streifen gesehen oder die Nachrichten in den Tagen nach der Heimkehr Gilad Shalits gelesen hat. Neben Berichten über Feiern und Reden, die Mörder wieder zu Hause begrüßten und Rufen nach dem “nächsten Gilad Shalit” hätte sie auch die Rede von Wafa al-Biss lesen können. Al-Biss war 2005 am Grenzübergang Erez mit elf Kilo Sprengstoff gefasst worden, mit dem sie Israelis töten wollte.

Als sie nun wieder nach Gaza entlassen wurde, erzählte sie einer Menge sie umjubelnder Schulkinder: “Ich hoffe, ihr werdet den selben Pfad gehen, den wir genommen haben, und so Gott will, werden wir einige von euch als Märtyrer sehen”. Die Kinder antworteten: “Wir werden unsere Seelen und unser Blut geben, um die Gefangenen zu erlösen. Wir werden unsere Seelen und unser Blut für dich geben, Palästina.”

Es wäre also wesentlich produktiver, wenn Bashi und “Gisha” aufhören würden, Hunderttausende Euro, die sie von der EU und europäischen Regierungen erhalten, dazu zu verwenden, nicht nur solche Menschenrechtsthemen herauszupicken, die in ihre politische und ideologische Agenda passen. Sie sollten den Terrorismus eindeutig und dauerhaft verurteilen. Und die israelische Politik im Gaza-Streifen sollte auf eine Art und Weise präsentiert und verstanden werden, die die historischen Tatsachen und die sie begleitenden komplexen Zusammenhänge reflektiert, nicht in einer vereinfachten Version, die so offensichtlich versucht, politische Ziele zu erreichen.

 

Anne Herzberg und Jason Edelstein

 

Die Autoren sind tätig für “NGO Monitor”, eine Forschungsinstitution mit Sitz in Jerusalem, deren Ziel es ist, universelle Menschenrechte zu unterstützen und die Diskussion über die Berichte von NGOs, vor allem im Nahen Osten, anzuregen.

 

Übersetzung: Botschaft des Staates Israel in Berlin

 

 

 

*von HaOlam.de

Das war der Tag der Freiheit für Gilad Shalit

Das war der Tag der Freiheit für Gilad Shalit

Der israelische Soldat Gilad Shalit ist nach Israel zurückgekehrt. Am Morgen wurde er zunächst von der Hamas an Ägypten übergeben und überquerte schließlich am späten Vormittag den Grenzübergang Kerem Shalom.

Nachdem sein Gesundheitszustand als “gut” befunden worden war, wurde Gilad Shalit zu der Militärbasis Tel Nof gebracht, wo er zunächst Ministerpräsident Binyamin Netanyahu und Verteidigungsminister Ehud Barak und schließlich auch seine Familie wiedertraf.

Anschließend begab sich die Familie Shalit auf dem Weg in ihren Heimatort Mitzpe Hila.

Netanyahu hatte Shalit mit den Worten begrüßt: “Shalom Gilad, willkommen zurück in Israel. Wie gut, dass du nach Hause gekommen bist.”

Netanyahu erklärte in seiner Ansprache unter anderem:

Die Mission, Gilad Shalit nach Hause zu bringen, “war mit einer schweren, einer sehr schweren Entscheidung verbunden. Vor meinen Augen stand die Notwendigkeit, jemanden nach Hause zu holen, den der Staat Israel auf das Schlachtfeld geschickt hatte. […] Als Staatsoberhaupt, das Tag für Tag Soldaten hinausschickt, um die Bürger Israels zu beschützen, glaube ich, dass die gegenseitige Verpflichtung füreinander nicht nur ein Slogan ist – sie ist einer der Grundpfeiler unserer Existenz hier.

Doch ich hatte auch noch eine zweite Notwendigkeit vor Augen, die Notwendigkeit, so weit wie möglich die Gefahr für die Sicherheit der Bürger Israels einzuschränken. Und dafür habe ich zwei klare Forderungen ausgesprochen. Die erste: Dass die Führungsriege der Hamas [..] im Gefängnis bleibt. Und die zweite: dass die große Mehrheit der Freigelassenen ausgewiesen werden oder zumindest nicht in Judäa und Samaria bleiben können […].

Ich weiß sehr gut, dass der Schmerz der Familien der Terroropfer unerträglich ist. Es ist schwer zu sehen, wie die Schurken, die ihre Lieben ermordet haben, freigelassen werden, bevor sie ihre ganze Strafe abgesessen haben. Doch ich wusste, dass unter den gegenwärtigen politischen Umständen dies das beste Abkommen ist, dass wir erzielen können […].

Ich habe an Gilad gedacht und daran, dass er sich bereits seit fünf Jahren in der Isolationshaft der Hamas befindet. Ich wollte nicht, dass er dasselbe Schicksal erleidet wie Ron Arad. […]

Und heute, jetzt, ist Gilad nach Hause gekehrt, zu seiner Familie, seinem Volk und seinem Staat. Dies ist ein sehr emotionaler Moment. Vor kurzer Zeit habe ich ihn umarmt, als er das Flugzeug verließ und ihn zu seinen Eltern Aviva und Noam gebracht und gesagt: Ich habe euren Sohn nach Hause gebracht. […]

Ich möchte klarstellen: Wir werden weiter den Terror bekämpfen. […] Israel ist anders als seine Feinde. Hier wird nicht die Freilassung von Mördern gefeiert […]. Im Gegenteil, wir glauben an die Heiligkeit des Lebens, wir heiligen das Leben. Dies ist eine alte Tradition unseres Volkes, des jüdisches Volkes.”

Amt des Ministerpräsidenten, 18.10.11 – Übersetzung: Botschaft des Staates Israel in Berlin / Foto: Shalit grüßt den Mann, der ihn nach Hause geholt hat, Ministerpräsident Binjamin Netanyahu. Anschließend nimmt Netanyahu Shalid in die Arme und bringt ihn zu seinem Vater. (Foto: IDF)

*von HaOlam.de

Endlich ist er daheim!!! Wir alle vermissten Gilad sehr!!!

Die letzten Tag waren wie Horror für mich. Ich war wirklich fertig, ich konnte es einfach nicht glauben das Gilad Shalit nun endlich heim kommen wird.  Ich war bin vor drei Wochen ja kurz bei Verwandten in Haifa gewesen. Dort ist Gilad immer allgegenwärtig gewesen. Auch hier bei uns. Wir Juden in aller Welt haben ihn bestimmt auch immer in unserem Herzen gehabt. Bei mir zuhause hängt ein Poster im Hausgang, er ist auf meinem Blackberry und auch auf meinem Desktop. Ich konnte die Nacht vor seiner Freilassung keine Minute schlafen und als mein Mann aufgestanden ist bin ich dann doch eingeschlafen. Aber zum Glück weckte er mich um 09:03Uhr und ich konnte dann doch noch alles live sehen. Ich bin ehrlich ich habe geweint wie ein kleines Kind, ich war Stunden davor so nervös das ich am ganzen Körper wirklich zitterte.  Es ist wie als ob ein riesen Druck von mir genommen wurde. Ich habe bei jedem Gebet in eingeschlossen und dann ging alles auf einmal so schnell!! Ich sagte einmal zu einer Familienangehörigen von mir das ich denke das Gilad das Herz des jüdischen Volkes ist! Er vereint uns Juden egal wo wir sind. Er vereint uns in der Diaspora!

Er tat mir so unendlich leid, vor allem in dem Interview man sah das er offensichtlich Angst hatte etwas falsches zu sagen. Schlimm war für mich die Atem Probleme die er hatte. AUch wenn er sagte das es ihm gut gehe so konnte man ihm das nicht glauben! Er war davor schon ein dünner junger Mann nun sah er aus wie ein Haut überzogenes Skelett mit sehr tiefen Augenhöhlen, als ob kein Gramm Fleisch und Fett mehr an ihm sind. Bis zum Schluß hatte ich Angst das wir wie 2006 wieder einen Sarg bekommen wurden (damals waren es ja leider zwei Särge die von Ehud Goldwasser und Eldad Regev) die Angst war ja nicht unbegründet denn Gilad ist der erste Soldat nach 26 Jahren den wir lebend bekamen. Bei seinem Interview sagte Gilad das er gut behandelt worden sei, eine Lüge wie man ihm gleich ansieht, denn er hat offenbar kaum Lebensmittel bekommen und hat wahrscheinlich all die 5,5 Jahre keine Sonne gesehen. Ich möchte mir nicht vorstellen was man ihm noch angetan hat. Ich denke das werden wir früh genug erfahren.  Richtig unverschämt fand ich die Frage der Reporterin was er davon hält das tausende Palästinenser “angeblich” Unschuldig in Israel im Gefängnis sind und ob er sich dafür einsetzt das diese frei kämen?! Was konnte er da noch anderes sagen außer “Ja”??

In Deutschland und in der den anderen Ländern der Diaspora Juden wurde auch ziemlich gefeiert nicht nur in Israel. Da ich ja mal sehr weit vom Schuss lebe, nahm ich mir die Freiheit und hing meine Israel Fahnen draussen an die Fenster (ich bin mal sehr gespannt wann die ersten Eier geflogen kommen). Aber wir müssen auch mit kleinen Gesten zeigen das wir Solidarisch sind und uns freuen das unser aller Bruder wieder heim gekehrt ist!!!

Lasst und trinken und feiern!! Le´Chaim!!!

Hier ein paar Videos und Artikel:  Das ist das vollständige Interview mit der Reporterin.

für mich das schönste weil man ihn so lächeln sieht. Und ich persönlich es sehr ergreifend fand als er in seiner viel zu großen Uniform Salutierte!

Gilad im Helikopter, freudestrahlend das er gleich seine Familie sieht.

Naom Shalit gibt das erste Interview in Mizpe Hila

Oben rechts das ist übrigens Gilad als Baby mit seiner Mama Aviva.

Ich möchte euch auch noch ein paar Musikvideo´s zeigen, in denen es um Gilad geht:

 

Es ist mein Lieblingslied über Gilad!

Aviv Geffen darf natürlich auch nicht fehlen.

So das waren nur wenige, es gibt tausende mittlerweile über Gilad!

Nun lasst uns beten das sein Leben voller Freunde wieder wird und das er sich bald von seinem Martyrium erholt!

Danke

eure Carina

Wie wird “Palästina” aussehen?

Mal nachgefragt:

Wie wird der neue `Palästinenserstaat´ aussehen?

Weltführer sind so sehr damit beschäftigt darüber zu dozieren, wie wichtig es ist, dass ein „Staat Palsätina“ gegründet wird, dass keiner von ihnen bemerkt zu haben scheint, dass dieser bereits existiert. Seit die palästinensische Autonomiebehörde 1994 gegründet wurde, haben die Konturen des „Staats Palästina“ vor unseren Augen Formen angenommen. Wie wird also dieser berühmte „Staat Palästina“ aussehen?

Es wird ein rassistischer Staat sein, der von Juden gesäubert ist, wie die PLO-Repräsentanten letzte Woche verkündeten. Ein von Holocaust-Helfern wie der Hamas oder von einem Holocaustleugner wie Mahmud Abbas (der in einem Buch die Zahl der jüdischen Opfer absenkte und leugnete, dass die Gaskammern zur Ermordung von Juden genutzt wurden) geführter Staat. Auf jeden Fall würde ein Palästina ein Staat sein, der sich der Vernichtung der nebenan gelegenen jüdischen Heimstatt verschrieben hat.

Es wird auch ein Staat sein, der Gewissensfreiheit für Künstler, Journalisten und Schriftsteller verbannt. Ein Staat, der Christen aus dem Land treiben wird, während er Jesus zum „ersten Fedayin“ erklärt. Ein Staat, der arabische Homosexuelle und Prostituierte zu Tode steinigen wird, die derzeit in Israel Schutz finden. Ein Staat, der arabischen Gefängnisinsassen foltern und der politische Dissidenten von den Dächern öffentlicher Gebäude werfen wird. Ein Staat, wo die iranischen Geistlichkeit Khomeini-Ideologie predigen wird. Ein Staat, der Geld und Unterstützung von der völkermörderischer Muslimbruderschaft im Namen von „Kalifat oder Tod“ annimmt, so wie die Islamisten, die 1981 Ägyptens Anwar Sadat ermordeten ihre Aufenthaltskäfige dekorierten.

Ein Staat, in dem die Scharia – der islamische Rechtskodex – das einzige Rechtsstaatsprinzip sein wird. Ein Staat, der menschliche Wesen hinrichtet, nur weil sie des Apostasie schuldig sind (dem Übertritt zum Christentum). Ein Staat, in dem die Frauen verpflichtet werden Kopftücher zu tragen. Ein Staat, in dem „Ehrenmorde“ die weibliche Bevölkerung terrorisieren werden. Ein Staat, der Terroristen, Selbstmordbomber und Babymörder auf öffentlichen Plätzen, Straßen und Denkmälern feiert.

Ein Staat, der keine demokratischen Wahlen abhält, sondern eine Kombination aus Korruption, Diktatur, islamischer Theologie und „bin Ladenismus“ sein wird. Ein Staat, in dem Terrormilizen Rauchern die Finger abschneiden werden. Ein Staat, in dem öffentliche Büchereien die weltweit größten Archive antisemitischer Bücher werden. Ein Staat, der das Trinken [von Alkohol] in öffentlichen Gebäuden verbieten wird. Ein Staat, in dem Spirituosengeschäfte von Terrorgruppen in die Luft gejagt werden. Ein Staat, in dem Männer aus Friseursalons für Frauen verbannt sein werden.

Ein Staat, in dem die Sicherheitskräfte Menschen dafür verhaften werden, dass die Meinungen vertreten, die beim Regime unbeliebt sind; in dem ebenso Medienorganisationen und Journalisten für ihre Berichterstattung über solche Äußerungen bestraft werden. Ein Staat, in dem das Verhältnis von Milizionären zu Zivilisten höher sein wird als in jedem anderen Land. Ein Staat, in dem die Betenden in Moscheen von Terroristen niedergeschossen werden. Ein Staat, der eine neue Kategorie arabischer Flüchtlinge fördern wird – diejenigen, die glücklich wären der unterdrückerischen und mörderischen palästinensischen Kontrolle zu entkommen.

Ein Staat, in dem Krankenwagen auf dem Weg zu Krankenhäusern angehalten und Verletzte kaltblütig erschossen werden. Ein Staat, der eine schwer bewaffnete Union von Verweigerern sein würde, die sich allesamt der Vernichtung jeglichen Stückchens westlicher Werte verschrieben haben. Ein Staat, in dem junge Paare nicht Hand in Hand über den Al-Manar-Platz in Ramallah gehen können und wo Polizisten in Zivil sie auf Straßen anhalten werden und ihr Ehezertifikat zu sehen verlangen. Ein Staat, der dem Judentum den Krieg erklärt, jüdische Geschichte im Nahen Osten als nicht mehr als ein unbedeutender, kurzer Aufenthalt arroganter Kolonisatoren dargestellt wird.

Wer würde in einem solchen Staat leben? Warum also gerät die Welt wegen der Gründung des „Staats Palästina“ in Verzückung? Weil der Araberstaat Nummer 23 und der muslimische Staat Nummer 58 das perfekte Werkzeug ist den einzigen jüdischen Staat der Welt einzudampfen? Sechs Meilen (9,6km) beträgt die Entfernung zwischen der israelischen Stadt Afula und dem „Staat Palästina“. Neun Meilen (14,5km), um die Wolkenkratzer von Tel Aviv zu erreichen. Vier Meilen (6,5km) für Bomben auf den internationalen Flughafen Ben Gurion. Nur eine Meile (1,609km) zur Stadt Kfar Saba. Ein kleines palästinensisches Kalifat an Israels Schulter aufzubauen ist der erste Schritt dazu die Juden ins Meer zu treiben.

Guilio Meotti, FrontpageMag, 21. September 2011 – Übersetzung: Heplev

von HaOlam.de

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